LKR Nachförg: Lehne Streit Ärzte gegen Bauern ab!

Bauernpatienten sind die Leidtragenden des jüngsten Beschlusses der Ärztekammer, Bauernkrankenscheine nicht anzuerkennen!

Krems (SPÖ Bauern NÖ) Scharf kritisiert der Landesvorsitzende der SPÖ-Bauern NÖ, Landeskammerrat Johann Nachförg, den Beschluß der Ärztekammer vom letzten Samstag in Bad Radkersburg, den Krankenschein für Bauern nicht anzuerkennen. Bauern sollen nun als Privatpatienten behandelt werden! Die Präpotenz der Ärztekammerfunktionäre ist unerträglich geworden. Sie wollen von ihren jahrzehntelang genossenen Privilegien nicht heruntersteigen. Behandlungskosten, die für hunderttausende Angehörige der Gebietskrankenkassen auch von der Ärztekammer ausgehandelt und akzeptiert sind, werden für zehntausende Bauern nicht anerkannt. Sie sollen für notwendige Behandlungen weiterhin bis zum Dreifachen gegenüber Angehörigen der Gebietskrankenkasse zahlen!

Diese Standespolitik grenzt schon an Unverschämtheit. Gerade die Bauern mußten bei den jüngsten Novellen zum ASVG und BSVG beachtliche Mehrkosten akzeptieren. Die Abschaffung der
kostenlosen Mitversicherung der Ehegatten und die Anhebung der Mindesbeitragsgrundlage auf 50.000 Schilling Einheitswert,
brachten für einzelne Bauernfamilien Kostensteigerungen bis zu 40 %.

Diese unsolidarische, nur die eigenen Profitinteressen sehende Haltung der Ärzte wird viele Bauern, die mit katastrophalen Einkommensentwicklungen konfrontiert sind, weiter stark belasten. Somit kommt von der Tatsache, daß Bauern als Privatpatienten behandelt werden und damit wesentlich höhere Honorare im Krankheitsfall zu leisten haben, ein weiterer Druck zur
Abwanderung aus der bäuerlichen Berufstätigkeit!

Die Unfähigkeit der ÖVP-dominierten Ärzte, eine tragfähige und vor allem solidarische Lösung für die Bauernpatienten zu erarbeiten ist damit evident. LKR Nachförg fordert Agrarlandesrat Franz Blochberger und die gesetzliche Interessensvertretung der Bauern
im besonderen Landwirtschaftskammerpräsident NR Rudolf Schwarzböck auf, aktiv für die Interessen der Bauernpatienten zu wirken. Falls die Ärztekammerfunktionäre nicht zur Räson gebracht werden können, müssen geeignete ordnungspolitische Maßnahmen auf Ebene des Parlamentes gesucht werden. Ein Zustand, eine Gruppe von Personen, einfach aus bestimmten Systemen unserer Sozialversicherung auszuschließen, kann nicht hingenommen werden!
(Schluß)ns

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