Gemeinnützige wollen Sanierungsoffensive sichern!

Forderungen der AK gehen am Finanzierungsbedarf vorbei

Wien (OTS) - Gegen die Forderung der Arbeiterkammer nach
genereller Reduktion des maximalen - in Objekten ab einem Baualter von 20 Jahren einhebbaren - Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrages (EVB) in Höhe von S 17,20 pro Quadratmeter auf 11,50 Schilling sprach sich heute Mag. Karl Wurm, Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, aus.

Wurm wies darauf hin, daß dieser Betrag nur dann in dieser Höhe eingehoben wird, wenn dringende und umfassende Maßnahmen dies erfordern. Die Verwendung dieser Gelder ist überdies penibel zu belegen. Wenn weniger aufgewendet wird, ist der überschüssige Betrag an die Mieter zurückzuerstatten. Die die Prxis zeigt, präsisierte der Verbandsobmann, "gehen die Gemeinnützigen bei der Ermittlung des einzuhebenden Betrages von genauen Kostenschätzungen für die unumgänglich notwendigen baulichen Maßnahmen aus und nehmen auf die laufende Mietbelastung ihrer Kunden durchaus Rücksicht". Eine wesentliche Funktion des bestehenden Systems von Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen liegt im langfristigen Ansparen für später erforderliche Sanierungsmaßnahmen. Geschieht dies nicht, führt dies zu jenen negativen Konsequenzen, wie sie in Teilen von Wien (Gürtel) an den privaten Althäusern abzulesen sind - und wo nun die Gemeinnützigen aufgerufen werden, die Sanierung in Gang zu setzen. Gerade in Objekten, die älter als 20 Jahre sind, lassen sich aus den laufenden Mieten die anfallenden Arbeiten nicht finanzieren, sind EVB in der biherigen Höhe durchaus erforderlich, um den Mietern teure Fremdfinanzierungen zu ersparen.

Wie die Arbeiterkammer sehen auch die Gemeinnützigen die Notwendigkeit einer sachlichen und die Erhaltung der Häuser sichernden Mietregelung in entschuldeten Häusern. Dem Vorschlag der AK nach Absenkung der Mieten auf Kategorie A-Niveau nach vollständiger Rückzahlung der Fremdmittel stellte Wurm ein Modell der "all-inclusive-Miete" entgegen, bei der mit einem Betrag um 40 Schilling pro Quadratmeter alle Mietbestandteile bis auf die verbrauchsabhängigen Betriebskosten gedeckt sind. Mit diesem Modell -so Wurm - "würden wir von der starr objektbezogenen Kostendeckung abgehen und könnten innerhalb der Bestände einen finanziellen Ausgleich schaffen. Für den Konsumenten läge der Vorteil nicht nur in einer langfristigen Kalkulierbarkeit der Miete, sondern auch in der Gewähr, daß erforderliche Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahemn ohne zusätzliche Kostenbelastung finanzierbar wären."

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