Gewerbeverein: AMS gefährdet bewußt Arbeitsplätze und provoziert Insolvenzen

Wien (OTS) - Der Zweck der Arbeitsmarktservices (AMS) sollte es sein, Arbeitsplätze zu schaffen, zumindest zu erhalten. Ungeheuerlich findet es der Östereichische Gewerbeverein (OGV) , daß das AMS kleinen Vereinen die Problemarbeitslose beschäftigten, zugesagte Fördergelder nicht zeitgerecht ausbezahlt.

Die Beamten des AMS (es ist zwar scheinprivatisiert, aber Beamtendenken herrscht dort immer noch vor) können sich offentsichlich nicht vorstellen, wie man in einem kleinen Verein wirtschaftlich sensibel agieren muß. Wer immer aus dem Vollen schöpft, der kann kein Verständnis für unternehmerische Vorgänge aufbringen.

Grundsätzlich bleibt die Frage offen, ob jemand öffentlich-rechtlichen Bereich zusagen machen kann, deren finanzielle Bedecken nicht gegegeben ist.

Glücklicher - und offensichtlich überfälligerweise ist daher die Richtlinie des Europaparlaments und des Rates zur "Bekämpfung von Zahlungsverzug im Handelsverkehr" gerade in Begutachtung.

Die EU-Kommission hat diese Regelung vorgeschlagen, um die Zahlungsmoral auch der öffenltichen Hand in der EU zu verbessern. Jede vierte Insolvenz ist auf verspätete Zahlungen zurückzuführen.

Vereinen zustehende finanzielle Mittel vorzuenthalten, ist wohl die unfairste Art einen Geschäftspartner zu behandeln. Fast alle Vereine verfolgen gesellschaftspolitische Zwecke zum öffentlichen Nulltarif - sie verrichten also Aufgaben für die Gesellschaft, die eigentlich diese bezahlen sollte, in solchen Vereinen die vorhandenen Arbeitpsätze zu gefährden und diese Institutionen in schwere finanzielle Schieflage zu bringen, für die unbezahlte, gutgläubige und engagierte Funktionäre mit ihrem gesamten Privatvermögen haften - das ist der Gipfel.

Rückfragehiweis: Österreichischer Gewerbeverein
Tel.-01/587 36 33

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