"Amtsmanager": Verfahrensbeschleunigung durch motivierte Beamte

Präsident Maderthaner verleiht Preise für "Amtsmanager 98" - "Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiv gestalten"

Wien (PWK) - ACHTUNG!!!: S P E R R F R I S T 16:00 Uhr!!! ****

Bereits zum zweiten Mal hat die Wirtschaftskammer Österreich in Zusammenarbeit mit dem WirtschaftsBlatt einen Preis für effiziente Verfahrensbeamte ("Amtsmanager 98") ausgeschrieben. Aus 250 Einsendungen wurden von einer Expertenjury österreichweit die besten Leistungen in den Kategorien "Einzelkämpfer" und "Teams" ausgewählt. Die Preisträger erhielten ihre Auszeichnungen Dienstag Nachmittag im Rahmen einer Festveranstaltung im Haus der Wirtschaft aus der Hand von Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner.

Wie Präsident Maderthaner in seiner Ansprache hervorhob, hat der Wettbewerb im Vorjahr bereits einiges ausgelöst: So hat z.B. einer der Vorjahrespreisträger, die Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen (O.Ö.), durch bahnbrechende organisatorische Maßnahmen die Dauer von Betriebsanlagenverfahren im Schnitt von 300 auf 74 Tage reduziert. Dieses erfolgreiche Modell wurde inzwischen auch von anderen Behörden übernommen.

Die Aktion selbst hat einen wahren Boom an ähnlichen Wettbewerben ausgelöst, wie etwa der "Beamte mit Herz" der Jungen Wirtschaft oder die Aktion "Speedy Officiales" der Wirtschaftskammer Kärnten. Behördenvertreter und Wirtschaftstreibende stehen einander dadurch immer öfter als Partner und nicht als Kontrahenten gegenüber, was von der Wirtschaft sehr begrüßt wird. "Das gute Klima zwischen Behörde und Wirtschaft ist ja besonders bei Fragen der Standortfindung von großer Bedeutung", unterstrich der Wirtschaftskammer-Präsident.

Die Vielzahl an Bewerben und die Fülle an ausgezeichneten Beamten dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Verwaltung noch lange nicht in allen Bereichen effizient arbeitet. Noch immer ist die Verwaltung verbesserungsbedürftig, sagte Maderthaner: "Noch immer ist Österreich Spitzenreiter bei der Bürokratie. Und noch immer dauern Anlageverfahren in Österreich viel zu lange". Gerade in Zeiten, in denen der Druck aus den umliegenden Nachbarländern größer wird und manche Unternehmer vielleicht mit dem Gedanken spielen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, seien monatelange Verfahren und damit verbundene Stehzeiten eine echte Katastrophe.

Mittlerweile habe die Verwaltung jedoch gezeigt, daß es auch anders gehen kann. "Gute Verwaltung muß sich als Dienstleister der Wirtschaft sehen. Nur gemeinsam können wir Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiv gestalten".

Eine Reihe von Vorzeigebeamten lebt und arbeitet bereits nach dieser Maxime. Es sind dies die "Amtsmanager", die anfangs für ihr atypisches Vorgehen und ihren beispielhaften Einsatz angezweifelt wurden, es aber dennoch geschafft haben, sich durchzusetzen und als beispielgebend aufzutreten.

Den 1. Platz in der Kategorie "Einzelkämpfer" errang Mag. Johannes Kranner (BH Hollabrunn), der 2. Platz geht an Hofrat DI Walter Hutterer (Arbeitsinspektorat) und Dr. Waltraud Müllner-Toifl (BH Korneuburg). Den 3. Platz teilen sich Günter Bachmann (BH Hermagor), Johann Friedl (BH Eisenstadt-Umgebung), Ferdinand Jocham (Gemeinde Millstatt) und Dr. Eva Puffler (Magistratisches Bezirksamt für den 23. Bezirk). Die Teampreise gehen an das Amt der Steiermarkischen Landesregierung (Verhandlungsteam Dornauer/Schneider/Melchior), an das Gebietsbauamt III, St. Pölten (Teamleiter Hofrat DI Georg Danczul), an das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung (Verfahrensexpreß, Teamleiter DI Wolfgang Weber, Landesamtsdirektion NÖ) und an das Amt der Vorarlberger Landesregierung (Controlling-Team, Teamleiter Landesamtsdirektor Dr. Werner Brandtner).

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