SVB-Obmann Donabauer enttäuscht über das Ergebnis des Österreichischen Ärztekammertages

Wien (OTS) - Enttäuscht über das Ergebnis des Österreichischen Ärztetages zeigt sich Obmann Karl Donabauer, da dieses in keiner Weise den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Befremdend ist, daß dies nur einer Presseaussendung der Österreichischen Ärztekammer zu entnehmen war. So ein Umgang mit einem Gesprächspartner zeigt von einem eigenartigen Verhalten.

Obwohl monatelang mit dem Präsidium und der Kammerdirektion der Österreichischen Ärztekammer verhandelt wurde, die SVB viele Vorschläge eingebracht und erhebliche Beträge angeboten hat, fehlte der Österreichischen Ärzte der Mut zur Entscheidung. Diese besondere Art, Verantwortung zu tragen, nämlich das Mandat an die Landesärztekammern weiterzuleiten, könnte als Provokation gewertet werden. "Da jedoch Emotionen wenig dienlich sind, nehme ich diese Forderung, mit den Landesärztekammern Gespräche zu führen, umgehend, längstens jedoch bis 30.6.1998 an", erklärte SVB-Obmann Donabauer.

Grundsätzlich sei festgehalten: Gesetze sind von allen einzuhalten. Das gilt für alle Bürger und auch für Ärzte, denn auch sie haben sich im rechtsstaatlichen System einzuordnen. Die gesetzliche Sozialversicherung wird keine Diktate der Ärzte annehmen, sondern orientiert sich an den Interessen der Bürger und zeichnet sich immer durch Gesetzestreue aus.

Ärzte haben die Pflicht, alle Bürger gleich zu behandeln.

Sich auf Kosten einiger Berufsgruppen, vor allem Einkommensschwachen, wie die Bauern es leider sind, weitere Zusatzeinkommen schaffen zu wollen, ist unvertretbar und für die Bürger allgemein unverständlich. Bauern haben nach dem Gesetz ein Recht auf den Krankenschein, Ärzte haben die Pflicht, Gesetze einzuhalten.

"Die Ärztevertreter und die Ärzteschaft Österreichs wird von mir nochmals eingeladen, unsere konkreten Vorschläge zu prüfen und anzunehmen, gegebenenfalls zu ergänzen", verlangt Donabauer. "Während viele Bürger durch große wirtschaftliche und politische Veränderungen um ihre Existenz Sorgen haben, kann nicht eine Gruppe auf Kosten aller anderen unvertretbare Forderungen aufrecht halten. Gemeinsam mit den Gebietskrankenkassen, für deren Unterstützung und Verständnis ich mich außerordentlich bedanke, sind die gegebenen Gesetze zu vollziehen. Der Krankenschein für Bauern gilt daher ab 1. Juli 1998."

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SVB
Eva Lechner
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