Anti-Dumping: Brisantes Thema für die WTO

Workshop mit EU-Experten Welge in der WKÖ fand großes Firmeninteresse

Wien (PWK) - Anti-Dumping - Rechtsgrundlagen, Lobbying und praktische Ratschläge für Verfahren. Damit befaßte sich Montag ein EU-Workshop in der Wirtschaftskammer Österreich, an dem Gerhard Welge von der EU-Kommission und Reinhard Brand vom Wirtschaftsministerium teilnahmen. ****

"Anti-Dumping ist die Abwehr unfairer Handelspraktiken, mit deren Hilfe Wettbewerber aus dem Feld geschlagen werden sollen", definierte Welge.

Die USA und Kanada seien die ersten Länder gewesen, die Anti-Dumping (zunächst nur national) entwickelt hätten. Das erste diesbezügliche US-Gesetz (das noch heute Gültigkeit hat) stamme aus dem Jahr 1916.

Internationale Bedeutung hätte dieses Gesetz 1946 mit seiner Aufnahme in das Gatt (im Artikel 6) erhalten. Seit der Uruguay-Runde wurde das Anti-Dumpinggesetz von allen Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) akzeptiert.

Die Anwendung von Anti-Dumpingmaßnahmen nehme weltweit zu, sagte Welge. Die USA, Kanada und Australien seien die ersten Anwenderländer gewesen. Ende der 80er Jahre sei die Europäische Gemeinschaft dazugekommen. In letzter Zeit würden auch immer mehr Schwellenländer Anti-Dumpingmaßnahmen einführen. Derzeit sei Mexiko zahlenmäßig der aktivste Anwender von Anti-Dumpingverfahren.

Andererseits würden sich die Exportländer Asiens wie Japan, Korea, Hongkong und die ASEAN-Staaten immer intensiver gegen die Anti-Dumpingmaßnahmen zur Wehr setzen, so Welge. Sie fordern eine Neuaufnahme der Anti-Dumpingdiskussion in der WTO.

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WKÖ, IH-Abteilung

Mag. Robert Andrecs

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