ÖIAG-Bilanz 1997: Fortsetzung des Privatisierungserfolges

Wien (OTS) - Der Jahresabschluß der ÖIAG 1997, welcher am 22. Juni 1998 vom Aufsichtsrat festgestellt wurde, zeigt, daß die ÖIAG ihre Privatisierungsaktivitäten im Jahr 1997 erfolgreich fortsetzen konnte: hervorzuheben sind der Verkauf der Salinen AG und die Börseneinführung der Austria Tabak-Aktie.

EGT: 402 Millionen Schilling

Die ÖIAG erzielte im Jahr 1997 einen Jahresüberschuß von 382 Millionen Schilling und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von rund 402 Millionen Schilling. Die Hauptaktivitäten der ÖIAG waren auf drei Bereiche konzentriert:

Ursprünglicher Beteiligungsbereich der ÖIAG

Management der Minderheitsbeteiligungen an Böhler-Uddeholm (25%), OMV (35%), VA Stahl (38,8%) und VA Technologie (24%) sowie der 100%-Beteiligung an der Bergbauholding (ÖBAG).

Der Kurswert des Beteiligungs-Portfolios der ÖIAG an diesen börsennotierten Unternehmungen betrug Ende 1996 24,7 Milliarden Schilling, Ende 1997 31,7 Milliarden. Ende Mai 1998 betrug der Wert des Portfolios 32,8 Milliarden.

Die Dividendeneinnahmen aus den Beteiligungen beliefen sich im Jahr 1997 auf insgesamt rund 653 Millionen Schilling.

Bereich der mit Gesetz aus 1996 übertragenen Beteiligungen

BGBl. Nr. 426/1996 - Übertragung von Kapitalbeteiligungen des Bundes an die ÖIAG und Novelle zum ÖIAG-Gesetz.

Beitrag zur Budgetentlastung:

Die Privatisierung der Österreichischen Salinen AG, welche zu 100 % an eine österreichische Investorengruppe verkauft wurde, und der Verkauf von 49,5 % des Aktienkapitals der Austria Tabak AG waren für die ÖIAG erfolgsneutral. Die durch diese Privatisierungen erzielten Nettoerlöse von insgesamt 6 Milliarden Schilling und die Dividendenausschüttung der Austria Tabak AG in Höhe von rund 300 Millionen Schilling wurden für die Zahlung von Zinsen und Tilgungen für Verbindlichkeiten, die gemäß ÖIAG-Finanzierungsgesetz von der Republik Österreich zu tragen wären, verwendet, bzw. für Verpflichtungen im Jahr 1998 und 1999 reserviert. Damit wurde dem Ziel, eine Entlastung des Bundesbudgets durch Privatisierungserlöse zu erreichen, entsprochen.

Ende 1997 betrugen die Verbindlichkeiten der ÖIAG, deren Zinsen und Rückzahlungen von der Republik Österreich an die ÖIAG refundiert werden, insgesamt 46 Milliarden Schilling. In der Bilanz der ÖIAG stehen diesen Verbindlichkeiten Forderungen in gleicher Höhe gegenüber.

Der Wert des Beteiligungsportfolios der ÖIAG an börsennotierten Unternehmungen (ab November 1997 inklusive Austria Tabak) betrug Ende 1997 37,9 Milliarden Schilling, Ende Mai 1998 bereits 41,6 Milliarden Schilling.

Der Anteil der börsennotierten Unternehmungen, an welchen die ÖIAG Anteile hält, am ATX betrug Ende Mai 1998 35,1% und unterstreicht die Bedeutung der Privatisierungen für die Erhöhung der Attraktivität und Liquidität der Wiener Börse.

Austria Tabak Börsengang:

Rückblickend war die Austria Tabak-Transaktion wieder eine sehr erfolgreiche Aktienplazierung: der Ausgabekurs der Aktie betrug 505,-Schilling pro Aktie. Im Laufe des heurigen Jahres wurde bereits mehrmals die 800-Schilling-Marke überschritten.

Aufgrund der erfolgreichen Tätigkeit wurden der ÖIAG zum Zwecke der Privatisierung weitere Unternehmungen übertragen: die Österreichische Staatsdruckerei (erst nach Abspaltung der Wiener Zeitung rechtswirksame Übertragung in das Eigentum der ÖIAG) und mit Gesetz vom 30. April 1998 das Dorotheum (Dorotheum Auktions,-Versatz- und Bank-Gesellschaft m.b.H.), wobei Dividenden bzw. Ausschüttungen sowie Erlöse aus Veräußerungen die Refundierungsverpflichtung des Bundes verringern sollen.

Mit der Vorbereitung entsprechender Maßnahmen zur Erfüllung dieser neuen Privatisierungsaufträge wurde bereits begonnen.

Bereich Dienstleistungen

Als dritter Bereich, neben Beteiligungsverwaltung und Privatisierungen, ist der Bereich der Dienstleistungen der ÖIAG zu erwähnen: als Beispiel sei der kürzlich im Auftrag des Eigentümers erfolgte Anteilsverkauf an der Dachstein Fremdenverkehrs AG anzuführen.

Die Professionalität der ÖIAG bei der Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben hat nicht nur zu einer Entlastung des Bundesbudgets geführt, sondern hat auch den nationalen und internationalen Investoren attraktive Anlagemöglichkeiten geboten, die Attraktivität der Wiener Börse erhöht und, durch die strategische Zielsetzung nach Werterhaltung und Werterhöhung, durch ein aktives Beteiligungsmanagement zur Stärkung der industriellen Basis Österreichs beigetragen.

Rückfragen & Kontakt:

ÖIAG, Pressestelle
Dkfm. Lutz Sperlich
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