Vor der großen Reisewelle:

Wien (OTS) - KfV: VERSCHNAUFPAUSEN STATT MARATHON-MONOTONIE ! - GRAFIK=

Urlaubsreiseverkehr: Juni-September 40% aller
Autobahn-Unfälle mit Personenschaden - Regelmäßiges Rasten gegen Übermüdung am Volant -Unfallbilanz der Vorwoche: 17 Verkehrstote, darunter 6 Verkehrsteilnehmer ohne Knautschzone - 2 Motorrad-Lenker, 2 Radfahr er, 2 Fußgänger

Urlaubszeit - Unfallzeit: Der Ferienbeginn naht in Riesenschritten - und somit auch die unfallträchtige Reisezeit. In den vier Sommermonaten Juni- September sind in Österreich generell rund 40% aller Autobahn-Unfälle mit Personenschaden zu verzeichnen. Sommerliche Witterungs- und Fahrverhältnisse wie Hitze und hohe Verkehrsdichte beanspruchen Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit der Lenker sehr stark, Übermüdung ist - besonders im Ferienreiseverkehr -in Zusammenhang mit nichtangepaßter Geschwindigkeit und zu geringem Sicherheitsabstand eine der Hauptunfallursachen.

Marathon-Autotouren bringen erhöhtes Risiko: Am gefährlichsten sind die Nachtstunden zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr früh - hier treten, zumeist bedingt durch die Monotonie der Fahrt in der Dunkelheit, häufig Leistungs- und Konzentrationsstörungen auf. Doch nicht nur in der Stille der Nacht, auch am frühen Nachmittag plagen den Lenker oft Ermüdungserscheinungen - schuld daran: die Verdauungsphase nach dem Mittagessen, die zumeist sehr hohe Temperatur im Fahrzeuginneren und das Fehlen visueller Reize auf nahezu geradlinigen Straßen.

Der Begriff "Schlaftrunkenheit" kommt nicht von ungefähr: Der Leistungsabfall bei einem Schlafentzug von 24 Stunden ist vergleichbar mit einer Alkoholisierung von 0,8 Promille - zu diesem Ergebnis kam eine KfV-Studie zum Thema Ermüdung. Deutliche Anzeichen von Müdigkeit und damit Warnsignal zum baldigen Zwischenstopp sind:
Verspannung in der Nackenmuskulatur, Müdigkeit in den Armen, Schwere des Kopfes und Konzentrationsstörungen. Wenn das Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer überraschend wirkt oder deren Fahrmanöver verspätet wahrgenommen werden, bedeutet das ebenfalls bereits "Alarmstufe Rot". Wer all diese physischen und psychischen Signale nicht ernst nimmt, steuert auf den gefährlichen "Sekundenschlaf" zu. Langsamere Fahrgeschwindigkeit und vergrößerter Abstand zu anderen Fahrzeugen sind keine Allheilmittel - bei Müdigkeit hilft nur noch eine ausgiebige Schlummerpause.

Der Tip der Verkehrsexperten: Auf längeren Fahrten regelmäßig Pausemachen - am besten alle zwei Stunden bzw. dann, wenn die ersten Ermüdungssymptome auftreten! In diesem Sinne: Rasten statt rasen!

Die Unfallbilanz der Vorwoche - 15. bis 21.6.1998 - zeigt wieder einmal die hohe Gefährdung der Zweiradfahrer und Fußgänger: 2 Motorrad-, 2 Radfahrer und 2 Fußgänger kamen auf Österreichs Straßen ums Leben. Probate Gegenrezepte: Rücksichtnahme und Toleranz, im Klartext: angepaßte Geschwindigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber den Schwächeren im Straßenverkehr. Die Minderheit der unbelehrbaren Rowdies kann nach Ansicht der KfV-Experten nur der dringend zu realisierende Punkteführerschein in Schach halten. Alkohol am Steuer war letzte Woche bei einem Unfall Mitursache, zwei Personen waren nicht angegurtet.

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