Die March soll wieder lebender Fluß werden

Öffnung der Mäander diesseits und jenseits der Ostgrenze

St.Pölten (NLK) - Die Hochwassergefahr an der March wurde durch
die in den letzten Jahrzehnten durchgeführte Regulierung zwar beseitigt, das "durchschießende" Wasser geht für die Natur aber verloren. Durch Rückbau sollen jetzt jene Mäander, die früher auch den Marchfluß zierten, wieder ihre alte Funktion erfüllen. Beim 5. Storchenfest in Marchegg präsentierte die Österreichische Wasserstraßendirektion das Rückbauprojekt "Martha", durch das die March wieder zu einem lebenden Fluß gestaltet werden soll. Der NÖ Naturschutzreferent Landesrat Dr. Hannes Bauer nahm an dieser Projektpräsentation teil, die im Zeichen der Zusammenarbeit mit
der Slowakei stand. Die Idee, die Mäander wieder zu eröffnen und dadurch ökologische Verbesserungen für Mensch und Natur zu erreichen, hat in der Slowakei längere Tradition. Eine grenzüberschreitende Kooperation wurde vereinbart.

"Dieses Projekt bringt Niederösterreich und die Slowakei zueinander, ganz im Gegenteil zu anderen Projekten", meinte Landesrat Bauer in Anspielung auf ökologische Differenzen zwischen Österreich und der Slowakei im Zusammenhang mit Atomkraftwerken. "Erfreulich ist auch, daß die Wasserstraßendirektion Österreichs ein neues Selbstverständnis besitzt und die ökologische Sichtweise sehr deutlich verfolgt." Bauer bezeichnete das March-Projekt als weiteren Meilenstein im Rahmen der Initiative "Lebende Flüsse",
die vom Umweltministerium gemeinsam mit dem WWF anläßlich des Weltwassertages im März gestartet worden war. Dabei sollen 74 national bedeutsame Flußstrecken Österreichs erhalten und revitalisiert werden.

Das 5. Storchenfest in Marchegg brachte wiederum eine Begegnung der Bevölkerung diesseits und jenseits der Grenze: Symbolhaft verband ein Ponton-Holzsteg die beiden Ufer, der Teilnahme am festlichen Geschehen jeweils der anderen Seite stand nichts im
Wege, vorausgesetzt, ein Reisepaß war vorhanden.

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