Wiener Liberale: Wiener Wirtschaftsförderung an Bedürfnissen von UnternehmerInnen und Investoren orientieren

Förderungsaktionen und Beteiligungen der Stadt Wien evaluieren, "Business-Point" einrichten

Wien (OTS) In zwei Anträgen forderten heute die Wiener Liberalen im Rahmen der Rechnungsabschlußdebatte im Gemeinderat eine Evaluierung der Wiener Wirtschaftsförderung bzw. der Beteiligungen der Stadt Wien.

"Die Ergebnisse des Rechnungsabschlusses 1997 für den Bereich der aktiven Wirtschaftsförderung zeigen sehr deutlich, daß die tatsächlich verbrauchten Mittel weit unter den dafür veranschlagten liegen", konstatierte Wolfgang Alkier, liberaler Gemeinderat. Bis auf wenige Ausnahmen ließen die Resultate der wirtschaftsfördernden Maßnahmen und Aktionen, die zu einem guten Teil vom WWFF koordiniert werden, darauf schließen, daß für die Umsetzung dieser Maßnahmen ein verstärkter Informations- und Marketing-Bedarf bestehe und/oder die gewählten Aktionen an den tatsächlichen Bedürfnissen der bestehenden und potentiellen Unternehmen vorbeigingen. Bei den Förderungen, die eine breite Ausschöpfung erfahren, wie zum Beispiel die Geschäftsstraßenaktion, stelle sich die Frage, ob damit das eigentliche Ziel der Förderung - in diesem Fall die Attraktivierung der Geschäftsstraßen - auch wirklich erreicht werde, so Alkier.

"Um strukturelle Probleme der Förderungen auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Wirtschaft abzustimmen und die Zielerreichung zu überprüfen sowie Änderungen und Lösungsansätze zu entwickeln, sollen externe Experten mit der Evaluation der gesamten aktiven Wiener Wirtschaftsförderung betraut werden", forderte der liberale Gemeinderat.

"Wenn beispielsweise die bereitgestellten Mittel für Investitionsförderaktionen nur zu 54% ausgenutzt wurden, gilt es, Akzeptanz und Verbesserungsmöglichkeiten der Wiener Wirtschaftsförderung zu prüfen", sagte Alkier. In diesem Zusammenhang forderte der liberale Gemeinderat abermals auch die Errichtung eines "Business-Points" als Anlauf- und Abwicklungsstelle für Unternehmensgründungen und -erweiterungen.

Der nunmehr auch seitens des Bürgermeisters angedachte Verkauf der Teerag- Asdag sei bereits die teilweise Umsetzung eines weiteren liberalen Antrags, in dem die Liberalen eine Durchleuchtung aller direkten und indirekten Beteiligungen der Stadt Wien auf ihr Privatisierungs- und Ausgliederungspotential fordern. "AVZ und Wiener Stadtwerke sind freilich keine Beispiele für Privatisierung", so Alkier abschließend.

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