Neue orale Empfängnisverhütung verspricht neue Chancen

Prag (ots PRNewswire) - Ein neuer Meilenstein in der oralen Empfängnisverhütung wurde während eines Symposiums auf dem fünften Kongreß der Europäischen Gesellschaft für Empfängnisverhütung verkündet. Das neuentwickelte orale Empfängnisverhütungsmittel Minesse (Wz), hergestellt von Wyeth-Ayerst Pharmaceuticals, bietet Frauen ein Empfängnisverhütungsmittel mit der geringstmöglichen Dosierung in einem einmaligen 24-Tages-Programm. Anwenderinnen werden eine Verkürzung der Pillenpause erleben - mit hervorragender Unterdrückung der Eierstocktätigkeit, einer Reduzierung von Hormonschwankungen und minimalen Nebenwirkungen.

Professor John Guillebaud vom Bereich für Familienplanung und gesunde Fortpflanzung in der Abteilung für Gynäkologie am University College London und medizinischer Direktor des Margaret Pyke Familienplanungs-Zentrums in London war Vorsitzender des Symposiums. Nach dem Symposium erklärte Professor Guillebaud das neue Angebot in der Empfängnisverhütung: "Die meisten der zur Zeit erhältlichen oralen Empfängnisverhütungsmittel sind für 21 Tage dosiert und haben Pillen, die für 21 Tage eine Kombination von Progestin und Östrogen vorsehen, gefolgt von sieben pillenfreien- oder Placebotagen. Wie die herkömmlichen oralen Empfängnisverhütungsmittel verwendet dieses Produkt Kombinationspillen, aber für 24, nicht 21 Tage. Diese neue Einteilung reduziert die Pillenpause von sieben auf vier Tage. Da diese Zeit sich bei manchen Frauen als Zeit erwiesen hat, in der sich die Funktion der Eierstöcke wieder verstärkt, plädieren ich und andere schon seit Jahren, daß diese Zeit verkürzt werden sollte - um damit potentiell die Sicherheitsmarge zu erhöhen, besonders dann, wenn ein Fehler seitens der Verwenderin vorliegt. Klinische Tests beweisen, daß die Anwenderinnen von MINESSE kürzere, leichtere Regelblutungen hatten im Vergleich zu Frauen, die ein weitverbreitetes, herkömmliches 21-Tage Verhütungsmittel einnahmen." Um die Einnahme zu erleichtern, will Wyeth-Ayerst die MINESSE mit 24 aktiven Pillen und vier Placebo-Pillen verpacken.

Max Elstein, Professor Emeritus für Geburtskunde, Gynäkologie und Fortpflanzungsversorgung an der Universität Manchester, Großbritannien, präsentierte die Testergebnisse, die Ovulationsunterdrückung und hormonelle Veränderungen untersuchten:
"Die Daten zeigen, daß diese niedrigdosierte Kombination der kleinsten zur Verfügung stehenden Dosis an Gestodenen (60mcg pro Tablette), einem sehr wirkungsvollen Progestin, mit der kleinstmöglichen Dosis an Ethinyl Estradiol (15mcg pro Tablette) in diesem neuartigen 24-Tagesrhythmus genügend Unterdrückung der Tätigkeit der Eierstöcke bietet, um wirkungsvoll die Empfängnis zu verhindert."

Stephan Killick, Professor der Fortpflanzungsmedizin und Chirurgie und Chef der akademischen Abteilung für Geburtskunde und Gynäkologie am University of Hull School of Medicine am Princess Royal Hospital in Hull, Großbritannien, präsentierte die Ergebnisse klinischer Studien die zeigen, daß MINESSE keine wesentlichen Stoffwechsel-Veränderungen bei den Lipiden, Kohlehydraten oder Blutgerinnungsfaktoren gezeigt hat. Weitere Daten, die er präsentierte, zeigten, daß nach der Absetzung des neuen Produkts die Innenwand der Gebärmutter vergleichbar war mit denen von Frauen, die keine oralen Empfängnisverhütungsmittel (OCs) einnahmen. Professor Killick: "Viele Frauen machen sich Sorgen, daß die Einnahme von oralen Empfängnismitteln irgendwie ihre Körper so beeinflußt, daß sie nach denen Absetzung Schwierigkeiten mit der Empfängnis haben. Die Daten aus den MINESSE-Studien zeigen, wie bei den Daten aus den meisten anderen OC-Studien, daß Frauen sich über eine Rückkehr zur Fruchtbarkeit nicht sorgen müssen, wenn die Einnahme der OCs gestoppt wird."

Dr. Jean Belaisch, ehemaliger Präsident des französischen Gynökologie-Verbands und Berater der Abteilung für Geburtskunde und Gynäkologie am St. Vincent de Paul Hospital an der Cochin Port Royal Schule der Medizin in Paris, nahm an den klinischen Versuchen mit dem neuen OC in Frankreich teil: "Die verringerte Hormondosierung bei MINESSE war möglicherweise verantwortlich für eine kleinere Absetzungsrate während der Testreihe wie sonst bei östrogenverwandten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Empfindlichkeit der Brüste oder Brechreiz üblich. Das sind gute Nachrichten für Frauen, die östrogenverwandte Nebenwirkungen von ihren OCs bekommen."

Ein Anmeldungsdossier für MINESSE, welches zur Zeit Zulassungsprüfungen in Europa unterliegt, wurde von Wyeth-Ayerst Pharmaceuticals, einer Tochtergesellschaft von der American Home Products Corporation, angefertigt.

Der Kongreß der Europäischen Gesellschaft für Empfängnisverhütung (ESC), der alle zwei Jahre stattfindet, bietet den Mitgliedern der Gruppe ein Forum, auf dem sie wissenschaftliche und klinische Daten austauschen können, die sich auf die Gebiete der Empfängnisverhütung und andere Fragen der Fortpflanzung beziehen. Die ESC setzt sich zusammen aus Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften, die sich dem Verständnis von und der Verbesserung von Empfängnisverhütung und Fortpflanzung gewidmet haben.

American Home Products Corporation ist eine der weltgrößten Hersteller von pharmazeutischen und Körperpflegeprodukten, die sich auf die Forschung stützen. Sie ist ein Vorreiter in der Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten. Es führt ebenfalls weltweit bei Impfstoffen, Biotechnologie, Agrarprodukten und Tierpflegemittel.

Wyeth-Ayerst Pharmaceuticals ist eine der führenden forschungs-orientierten Pharmazieunternehmen mit maßgeblichen Produkte auf den Gebieten Gesundheit für Frauen, Medikamente für das zentralen Nervensystem, Produkte für die Oncologie und Anti-Infektiva, Mittel gegen Entzündungserkrankungen, Impfstoffe und Babynahrung.

ots Originaltext: European Society of Contraception Congress
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