Malergewerbe weist Unterstellungen der Gewerkschaft zurück

Salzmann: Bequemlichkeit der Gewerkschaftsfunktionäre verhindert KV-Abschluß

Wien (PWK) - Die Bundesinnung der Maler, Lackierer und Schilderhersteller weist Unterstellungen der Gewerkschaft Bau-Holz entschieden zurück, wonach die Arbeitgeber sich weigern, die Kollektivvertragslöhne zu erhöhen und über flexible Arbeitszeitmodelle zu reden. "Daß wir derzeit einen vertragslosen Zustand erleben müssen, ist einzig und allein darauf zurückzuführen, daß die Verhandlungsleitung der Gewerkschaft die rechtliche Situation offenbar nicht zur Kenntnis nehmen will", kontert Bundesinnungsmeister Josef Salzmann. ****

Aufgrund des Handelskammergesetztes ist die Bundesinnung nicht befugt, ohne entsprechende Vollmacht der Landesinnungen einen Kollektivvertrag abzuschließen oder in Verhandlungen zu treten. Diese Verhandlungskompetenz wurde im Zuge der jüngsten KV-Verhandlungen wieder von den Landesinnungen wahrgenommen, da bedingt durch die unterschiedlichen Wochenarbeitszeiten in den einzelnen Bundesländern kein gemeinsamer Nenner für eine bundesweite KV-Lohnerhöhung gefunden werden konnte.

"Die Gewerkschaft hätte nun mit jeder der neun Landesinnungen verhandeln müssen. Das war den Funktionären offenbar so unbequem, so daß sie lieber an dem vertragslosen Zustand festhalten, was letztlich auf Kosten der Arbeitnehmer geht", so Salzmann.

Daß die Bundesinnung weiterhin gesprächsbereit ist, zeigt die Tatsache, daß mit der Gewerkschaft ein Termin für den 14. Juli über weitere Arbeitszeitflexiblisierungen fixiert ist. "Warum die Gewerkschaft drei Wochen vor diesem Termin die Bundesinnung als Verhinderer darstellt, ist nicht nachvollziehbar", meinte Salzmann.

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