Von New York und Barcelona nach Tulln:

Pröll und Gehrer eröffneten Schiele-Ausstellung

St.Pölten (NLK) - Nach New York und Barcelona ist die berühmte Egon Schiele-Ausstellung aus der Sammlung Leopold nun in Tulln,
der Geburtsstadt Schieles, zu sehen. Gestern abend wurde sie von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesministerin Elisabeth Gehrer im Minoritenkloster Tulln, wo die Ausstellung noch bis 13. September zu sehen ist, eröffnet. Mit insgesamt 153 Gemälden, Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen hat Tulln um 2 Exponate mehr als die Ausstellungen in New York und in Barcelona und ist somit
die weltgrößte Schiele-Ausstellung, die es je gab. Zu sehen ist ein eindrucksvoller Querschnitt durch jede Schaffensphase
Schieles. Werke wie "Sitzender Männerakt", "Tote Mutter" oder "Trauernde Frau" sind zu bewundern. Im Schiele Museum Tulln, das
im ehemaligen Bezirksgefängnis untergebracht ist, kann man fast
100 weitere, größtenteils aus der Frühzeit stammende Originale aus dem NÖ Landesmuseum, der Stadtgemeinde Tulln und aus Privatbesitz besichtigen.

Landeshauptmann Pröll bezeichnete die Ausstellung als kulturelles Jahrhundertereignis für Niederösterreich. Die Schiele-Ausstellung lehre uns, Respekt vor der Freiheit der Kunst und Toleranz gegenüber den Künstlern zu haben. Kunst und Kultur seien die Kraftquellen des Fortschritts. "Die niederösterreichische Kulturpolitik zielt darauf ab, zeitgenössische Kunst und Kreativität zu fördern und das kulturelle Erbe unserer Vorfahren zu erhalten", betonte Pröll. Dem großen Kunstexperten und Sammler Dr. Rudolf Leopold habe Österreich viel zu verdanken.

Ministerin Gehrer zeigte sich erfreut, daß die Schiele-Ausstellung noch ein letztes Mal, bevor sie endgültig ihren Platz im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier erhält, zu sehen sei. Egon Schiele sei ein Künstler, der überall auf großes Interesse stoße. Auf ihn wie auf den Sammler Leopold passe der Spruch: "Wer nicht besessen ist, ist nicht genial." Nur Dr. Rudolf Leopold habe Österreich diese einzigartige Sammlung zu verdanken.

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