Dirnberger: Zahnärzte sollen Parlament und Bevölkerung nicht täuschen

ÖAAB behandelt bohrende Kosten - Erfolg steht knapp bevor

Wien (OTS) - Zahnärzte geben jetzt schon offen zu, daß sie zum künftigen Richtpreis für Zahnkronen von rund ÖS 6.200,-- die Kosten für den Abdruck und das Provisorium und anderer notwendiger Nebenleistungen verrechnen wollen. Damit würden sich auch in Zukunft die Kosten für eine Zahnkrone samt aller Nebenleistungen auf ÖS 8.000,-- und mehr belaufen. Das stellte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest. Denn bisher verstand sich der Preis für eine Krone inklusive aller Nebenleistungen. Alles andere wäre etwa so, als ob der Preis für den Kauf eines Autos nicht für Motor und Fahrgestell, sondern nur für die Karrosserie gilt.

Dirnberger fordert die Vertreter der Zahnärzte auf, noch vor den Gesprächen im Parlament am 22. Juni 1998 klarzustellen, daß mit dem Richtpreis sämtliche Leistungen für eine Zahnkrone abgedeckt sind. Dirnberger: "Alles andere wäre eine grobe Täuschung, ja sogar eine Pflanzerei der Bevölkerung und des Parlaments." Dirnberger fordert insbesonders die Vertreter des ÖAAB im Parlament und in der Bundesregierung auf, genau darüber zu wachen, daß hier Entscheidungen zugunsten der Konsumenten und Patienten fallen und nicht die Sonderinteressen der Zahnärztelobby vertreten werden. Denn die ursprüngliche Initiative zu niedrigeren Kosten für Zahnkronen ging bereits 1992 vom niederösterreichischen ÖAAB unter dem Motto "Wir behandeln bohrende Kosten" aus.

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Alfred Dirnberger

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