VOTRUBA : SCHULISCHE REFORMBEREITSCHAFT KONSEQUENT FORTSETZEN

Schulsystem nach den Bedürfnissen der Schüler ausrichteten

St. Pölten (SPI) In die Aussendung LR Votruba / Schulische Reformbereitschaft haben sich einige Rechtschreibfehler "eingeschlichen". Wir bitten Sie, diese zu entschuldigen und wiederholen die Aussendung in einer korrigierten Version. Danke
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VOTRUBA : SCHULISCHE REFORMBEREITSCHAFT KONSEQUENT FORTSETZEN
Utl.: Schulsystem nach den Bedürfnissen der Schüler ausrichten=

St. Pölten (SPI) Die nunmehrige Einigung auf wesentliche Reformen in den Volksschulen muß ihre logische Fortsetzung in der Sekundarstufe finden und verlangt nach logischen Konsequenzen auch im Bereich der 10- bis 14jährigen, erklärte Landesrätin Traude Votruba, die Donnerstag klarstellte, daß "die Schule als größter Dienstleistungsbetrieb des Landes nach den Bedürfnissen der Schüler auszurichten ist, und nicht jene den vorgegebenen Strukturen anzupassen sind. Genau das ist aber im Bereich der 10-bis 14jährigen der Fall, wo trotz identer Lehrpläne noch immer eine historisch-systembedingte Trennung zwischen Hauptschule und AHS-Unterstufe aufrechterhalten wird, die ausser der
Fortschreibung bestehender Organisationsformen nichts bringt und
vor allem einen Nachteil für all jene Schüler darstellt, aus rein regionalen Gründen keine AHS besuchen können", betonte Votruba.

Während nämlich in den Ballungsräumen rund 80 Prozent aller Schüler eine AHS-Unterstufe besuchen und die Hauptschule zu einer reinen Restschule verkommen ist, zeichnen sich die Hauptschulen in den ländlichen Regionen durch eine besondere Qualität aus - womit eines klargestellt ist : Schüler, die nach den bisherigen Trennungskriterien potentielle Hauptschüler wären, sind den Anforderungen der AHS-Unterstufe ebenso gewachsen, wie potentielle AHS-Schüler das Niveau der Hauptschulen heben. Die logische Konsequenz können daher nur Überlegungen in Richtung einer gemeinsamen Schule aller 10- bis 14jährigen sein, stellte die Landesrätin klar. "Ich appelliere daher mit Nachdruck, ideologische, aber von der Realität längst überholte Träumereien einer möglichst frühen Selektion und Elitenbildung endlich ‘über Bord zu werfen’, und mit der Schaffung einer bedarfsgerechten Organisationsform der Sekundarstufe den Schülern möglichst viele Chancen zu eröffnen", unterstrich Votruba. Als erster Schritt könnten diese Überlegungen - wie in der Schulpolitik seit Jahrzehnten praktiziert -als Modelle ausprobiert und dann, sollten sie sich als positiv erweisen, zum Regelschulwesen erhoben werden.

Denn die Zukunft unseres Landes wird nicht davon abhängen,
wie erfolgreich wir überkommene Strukturen zementieren, sondern allein darin, wie wir möglichst jedes Talent individuell fördern und zu einer bestmöglichen Qualifikation heranführen, betonte Votruba abschließend.
(Schluß)nk/wb

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