PTA-Ergebnis 1997: Erwartungen deutlich übertroffen

Wien (OTS) - Sehr zufriedenstellende Bilanzergebnisse präsentierte der Vorstand der Post und Telekom Austria AG am 18. Juni 1998 im Rahmen der Bilanzpressekonferenz über das erste volle Geschäftsjahr 1997. Der PTA-Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 15,6 Mrd. ATS und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 11,9 Mrd. ATS. Damit wurden die Erwartungen der internen Business-Pläne deutlich übertroffen. Eine Dividende von 2,8 Mrd. ATS wird erstmals an den Eigentümer PTBG ausgeschüttet. Durch die gute Ergebnisentwicklung konnte die PTA ihren Finanzschuldenstand seit ihrer Errichtung am 1. Mai 1996 von 67,4 auf 48,7 Mrd. ATS reduzieren.

Der seit der Ausgliederung eingeleitete Wandel ist in allen Unternehmensbereichen verstärkt spürbar: Die fortgesetzte Ausrichtung auf den Kunden, die Neugestaltung der Produktpolitik und die endgültige Verankerung der bereits eingeführten Systeme kaufmännischer Unternehmensführung sichern die Wettbewerbsfähigkeit der PTA.

Im ersten vollen Geschäftsjahr (1.1. bis 31.12.1997) verzeichnete die PTA-Gruppe einen Konzernumsatz von 67,3 Milliarden Schilling. Davon wurden 45,6 Mrd. (67,8%) vom Unternehmensbereich Telekom erwirtschaftet. Der Unternehmensbereich Post hatte einen Anteil von 19,5 Mrd. ATS (29,0%), der Unternehmensbereich Postauto trug 2,1 Mrd. ATS (3,1%) bei.

Eigenkapital gestärkt

Die PTA AG erzielte im Geschäftsjahr 1997 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 10,1 Mrd. ATS, die Mobilkom erwirtschaftete 1,7 Mrd. im EGT und die Datakom 400 Millionen Schilling. Dadurch wurde das Eigenkapital auf 55,6 Mrd. ATS verstärkt. Die Eigenkapitalquote der PTA-Gruppe verbesserte sich zum 31. Dezember 1997 auf 41,2% gegenüber 31,4% im Vorjahr.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in der PTA-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 1997 12,9 Mrd. ATS. Davon entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sacheinlagen 12,2 Mrd. und auf Finanzanlagen 0,7 Mrd. ATS.

Die Investitionstätigkeit war stark durch die Anschaffungen im Bereich Leitungs- und Vermittlungstechnik sowie Mobilfunk geprägt. Die PTA verfügte zu Jahresende 1997 über ein Glasfasernetz von 150.000 Faserkilometern. Die Investitionen in die Vermittlungstechnik betrafen im wesentlichen die Digitalisierung, die bis Ende 1999 abgeschlossen sein soll.; die Anzahl der A1-Funkstationen wurde um 955 auf 2.096 erhöht.

Schuldenabbau

Die PTA-Gruppe erwirtschaftete einen Cash-Flow aus dem Ergebnis von rund 23,6 Mrd. ATS. Die PTA verwendete diese Finanzmittel für die oben dargestellten Investitionen und zur Rückführung der Finanzschulden, die gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13,9 Mrd. ATS reduziert werden konnten.

Zum letzten Mal Konzessionsabgaben

Die Ertragslage des Konzern wurde durch die Personalkosten (25,6 Mrd. ATS), die Abschreibungen (13,5 Mrd. ATS), die letztmals zu entrichtende Konzessionsabgabe (4,8 Mrd. S) und die Schuldenzinsen (4,0 Mrd. ATS) entscheidend geprägt.

Das Ergebnis in den Teilbereichen

Wesentlichen Einfluß auf das Konzernergebnis hatten der Unternehmensbereich Telekom der PTA AG, der ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,2 Mrd. ATS erreichte, die Mobilkom Austria AG mit einem EBIT von 2,0 Mrd. ATS und die Datakom mit einem EBIT von 0,4 Mrd. ATS.

Der Unternehmensbereich Post weist ein EBIT von -233 Millionen Schilling aus und hat sich damit besser entwickelt als erwartet. Ziel des Vorstands ist es, 1998 auch im Postbereich ein positives Ergebnis zu erreichen. Das EBIT von -400 Millionen Schilling im Bereich Postauto ist hingegen ein deutliches Signal dafür, daß die von der Unternehmensführung vorgeschlagenen Restrukturierungsmaßnahmen dringend umgesetzt werden müssen.

Gute Aussichten

Auf Basis der positiven Bilanzergebnisse 1997 erwartet der Vorstand der PTA AG auch kurz- und mittelfristig eine stabile Geschäftsentwicklung. Dabei geht der Vorstand davon aus, daß die Suche nach einem strategischen Partner im Telekombereich erfolgreich abgeschlossen werden kann. Die Weiterführung des Wandels, die daraus resultierende Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Einbindung in internationale Partnerschaften werden langfristig trotz zunehmenden Wettbewerbs eine stabile Ertragsentwicklung gewährleisten.

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