AK Erhebung: Fast jedes dritte Würstel zum Ablaufdatum verdorben

AK fordert kürzere Haltbarkeitsfristen

Wien (OTS) - Rund 40 Prozent der untersuchten Knacker und
Würstel sind zum Zeitpunkt des angegebenen Haltbarkeitsdatums verdorben. Separatorenfleisch, das durch Auspressen des fleischanhaftenden Knochens gewonnen wird, war in keiner der
Proben zu finden. Das zeigt eine im Mai abgeschlossene
Untersuchung der AK von 31 vorverpackten Produkten. Die AK
fordert, daß die Hersteller die Haltbarkeitsfristen verkürzen sollen. Darüber hinaus muß Separatorenfleisch in der Zutatenliste deklariert sein. ****

39 Prozent der untersuchten Knackwürste und Frankfurter sind zum Zeitpunkt des angegebenen Haltbarkeitsdatums verdorben gewesen.
Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung der AK Konsumentenschützer. Insgesamt wurden 31 vorverpackte Knack-, Extrawürste, Frankfurter, Tee- oder Kellerwürstel in neun Wiener Supermärkten eingekauft. Die Untersuchung führte die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Gemeinde Wien durch. Die verbleibenden Haltbarkeitsfristen nach dem Einkauf betrugen bis zu 17 Tage. Die Untersuchung wurde jeweils am Tag des Ablaufdatums durchgeführt.

Würstel ohne Hartseparatorenfleisch
Die AK Untersuchung zeigt, daß Hartseparatorenfleisch in keinem
der untersuchten Produkte enthalten ist. Das
Hartseparatorenfleisch wird durch Abpressen der Knochen gewonnen,
um das restliche am Knochen anhaftende Fleisch zu erhalten. Die Verwendung von Hartseparatorenfleisch in Würsteln kann am darin enthaltenen Knochenmark bzw am höheren Calciumgehalt (maximal 200 mg Calcium pro Kilogramm) nachgewiesen werden. In den Würsteln
kann auch Weichseparatorenfleisch verwendet werden, das unter schonenderen Herstellungsbedingungen gewonnen wird. Diese neueren Herstellungsmethoden können zu weniger hohen Caclium- und Knochenanteilen führen. Da die bisher angewandten Untersuchungs-und Nachweismethoden für Weichseparatorenfleisch unzureichend
sind, kann deren Mitverwendung in den untersuchten Proben nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, meint die AK.

Zulässig ist Separatorenfleisch bis zu einer Menge von fünf Prozent in Bratwürsten der Sorte 2 (Extrawurst im Kranz, Knackwurst, Dampfwürste, Weißwurst, Leber- und Fleischkäse) und der Sorte 3 (Dürre, Braunschweiger, Klobassen).
Nicht verwendet werden darf Separatorenfleisch in Produkten der Sorte 1 - Pariser, feine Extrawurst, Frankfurter, Wiener Würste, Tee-, Sacher- oder Coctailwürstel.

Kürzere Haltbarkeitsfristen
+ Die AK verlangt eine Verkürzung der Haltbarkeitsfristen durch
die Hersteller.
+ Um das mitverwendete Weichseparatorenfleisch überprüfen zu können, müssen die Beurteilungskriterien geändert werden.
+ Separatorenfleisch muß als Zutat in der Zutatenliste unmißverständlich und nicht schönfärberisch deklariert sein, fordert die AK. Die EU Kommission hat das bereits Ende 1996 klargestellt. Darüber gibt es auch einen entsprechenden Erlaß des Konsumentenschutzministeriums.

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Presse Doris Strecker
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