Klimaschutz: Österreich legt sich die Latte enorm hoch

Wirtschaft signalisiert Kooperationsbereitschaft - Jedoch Skepsis bezüglich der Erreichbarkeit des 13-Prozent-Zieles

Wien (PWK) - Österreich hat sich bei der EU-Umweltministertagung
in Luxemburg zu einem Abbau der Treibhausgase in Höhe von 13 Prozent bis zum Jahr 2010 verpflichtet. "Damit haben wir uns die Latte verdammt hoch gelegt. Es wird eines nationalen Kraftaktes bedürfen, um diesen hohen Wert auch tatsächlich zu realisieren", stellt der Leiter der Umweltpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, Doz. Stephan Schwarzer, in einer ersten Reaktion auf die am Mittwoch bekanntgewordene Einigung der Umweltminister fest. ****

Schwarzer erinnert daran, daß die Wirtschaft nur ein Minus von acht Prozent für realistisch gehalten hat. Skepsis sei angebracht, ob es zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten gelingen werde, den Ausstoß an Treibhausgasen in zweistelliger Höhe zu reduzieren. Denn im Unterschied zu anderen EU-Ländern habe Österreich bereits in der Vergangenheit beträchtliche Vorleistungen im Klimaschutz erbracht. So liegen die CO2-Emissionen in Österrreich, sowohl pro Kopf als auch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt, deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Diese Tatsache wurde durch unabhängige Gutachten untermauert. "Die wesentlichsten Einsparungspotentiale sind bereits ausgeschöpft und weitere Maßnahmen entsprechend teuer. Jetzt wird man der Bevölkerung über die tatsächlichen Kosten dieser Vereinbarung reinen Wein einschenken müssen", meint Schwarzer.

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Doz. Dr. Stephan Schwarzer
Tel. 501 05 DW 4197

Abteilung für Umweltpolitik

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