News exklusiv: Rosenstingl verfügt über geheimes Millionen-Konto in Deutschland - Rosenstingls Bruder: Ende '97 gingen dort 241 Mio. ein - Ist der blaue Millionenjongleur gar nicht

pleite? Vorausmeldung zu NEWS 25/18.6.98

Wien (OTS) - Wie NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe enthüllt, verfügt der mußtmaßliche Finanzbetrüger und ehemalige FPÖ-Spitzenfunktionär Peter Rosenstingl über ein Konto, über das bis vor kurzem Millionenbeträge bewegt wurden. Dieses Konto auf der Dresdner Bank in Stuttgart (Kto.Nr. 1420 10000) könnte der Schlüssel zu einem erheblichen Vermögen sein, über das der derzeit in Brasilien inhaftierte Rosenstingl verfügen könnte. Auch die österreichische Wirtschaftspolizei mutmaßt, daß der ehemlaige "Banker" der FPÖ Niederösterreich noch Geld auf der "hohen Kante" hat.

Über dieses Konto wurde nicht nur ein Kredit in der Höhe von 19,1 Mio. US-Dollar (ca. 241 Mio. Schilling) abgewickelt, sondern auch Anfang dieses Jahres Millionenbeträge abgehoben.

Die Fakten: Am 24. Nov. 1997 unterschrieb Herbert Rosenstingl, Peters ebenfalls inhaftierter Bruder, in Düsseldorf einen Kapitalbeschaffungsvertrag über 37 Mio. US-Dollar (nach heutigem Kurs fast 470 Mio. Schilling). Der Kreditgeber, die Apogee Investment Holding, Hongkong, versprach ihm darin, 19,1 Mio. US-Dollar sofort auszubezahlen. Und das auch noch zinsen- und tilgungsfrei. Der Trick:
Mit dem verbliebenen Rest sollte an der Börse spekuliert und so Zinsen und Tilgung erwirtschaftet werden.

Herbert Rosenstingl bestätigt über seinen Anwalt die NEWS-Recherchen: "Den Vertrag über die 37 Mio. Schilling habe ich abgeschlossen, geflossen sind aber nur 19 Mio. Diese mußten, wie mir Peter sagte, auf ein Auslandskonto bezahlt werden." Dieses Konto auf der Dresdner Bank lautet auf eine der Firmen Peter Rosenstingls. Die Brüder schlossen daraufhin am 14. Jänner 1998 einen Treuhandvertrag ab, wonach Rosenstingls deutsche Firma die 240 Mio. erhalten sollte.

In jedem Fall müssen auf diesem Konto Millionen liegen, denn Peter Rosenstingl hob noch bis Februar 1998 nennenswerte Summen ab, wie NEWS dokumentieren kann:

- Am 19. Dezember ließ er 50.000 DM (350.000 Schilling) auf das Konto seiner Firma Omikron überweisen.

- Schon am 7. Jänner ließ er weitere 164.000 DM (fast 1,2 Mio. Schilling) an die Omikron fließen.

- Und am 9. Februar folgte eine Überweisung von 100.000 DM (700.000 Schilling) an einen ungeduldigen Lieferanten.

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