Vorbildliche Bauten in Niederösterreich:

Ehrung der 7 Preisträger am 19. Juni in Amstetten

St.Pölten (NLK) - Die Bandbreite der Baukultur in
Niederösterreich zeigt alljährlich der Wettbewerb für vorbildliches Bauen, der heuer bereits zum 33. Mal stattfand. Insgesamt wurden 22 Bauwerke eingereicht. Der Bogen spannt sich dabei von Schulbauten, Kindergärten, Amtsgebäuden, Kulturbauten und Pensionistenheimen über Wohn- und Geschäftshäuser sowie Einkaufszentren bis hin zu Sportanlagen, Hotels und
Ingenieursbauten wie Tunnel und Talübergängen. Von einer fachkundigen Jury wurden nun sieben Bauwerke ausgewählt, die den Voraussetzungen für eine Anerkennung als vorbildliche Bauten voll entsprechen. An die Planer und Bauherren der diesjährigen Preisträger wird Landeshauptmann Dr. Erwin am kommenden Freitag, 19. Juni, um 9.30 Uhr im Rahmen eines Festaktes im Rathaus
Amstetten Urkunden und Plaketten überreichen.

Folgende Bauwerke werden ausgezeichnet:
Dr. Fred Sinowatz Schule Wiener Neustadt: Die Sporthauptschule
mit 12 Klassen und einer Dreifachturnhalle liegt am westlichen Stadtrand in einer ehemaligen Schottergrube, die als Sport- und Erholungsfläche mit Feuchtbiotop in den Schulbereich eingegliedert wurde. Das Projekt besticht vor allem durch seine moderne
Gestaltung und Funktionalität. Die Realisierung erfolgte in der Zeit von November 1994 bis September 1996. Bauherr: Magistrat der Stadt Wiener Neustadt, Planer: Architekt Dipl.Ing. Ernst Maurer (Hollabrunn).

Fachhochschule Wiener Neustadt - Erweiterungsbau: Der Erweiterungsbau schließt an das Technologiezentrum-Umwelttechnologie an und umfaßt 3 Hörsäle, 21 Projekt- und 4 PC-Räume sowie Verwaltungs- und Nebenräume. Die zum Teil kreisbogenförmige Südfassade ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die sowohl für die Forschung und Lehre des Hauses
als auch für die architektonische Gestaltung einen besonderen Stellenwert hat. Das Bauvorhaben wurde in der Zeit von Jänner bis September 1996 verwirklicht. Bauherr: Wiener Neustädter Bildungs-und Forschungs GesmbH, Planer: Architekt Baurat Dipl.Ing. Anton Presoly.

Merkur Markt Wiener Neustadt: Aus einem ehemaligen Konsummarkt wurde ein Einkaufszentrum, dem sechs Einzelgeschäfte, eine Bankfililale, der Merkur Markt sowie ein Restaurant angehören.
Alle Geschäfte sind um einen zentralen mit Tageslicht beleuchteten Innenraum gruppiert. Bauherr: Merkur Warenhandels AG, Planer: ARGE Gorgona Böhm Associates, Wien, und Baumeister Josef Panis, Wiener Neustadt.

Kulturschmiede Gresten: Ein bestehendes Kinogebäude aus den fünfziger Jahren wurde adaptiert und zu einem multifunktionalen Veranstaltungszentrum umgebaut, das auch Theater- und Konzertaufführungen, Lesungen, Ausstellungen etc. ermöglicht. Die bisher fehlenden Bereiche Gastronomie, Depot, Vereinsräume und technische Anlagen wurden in dem entlang der Kleinen Erlauf situierten neuen Bauwerk untergebracht, das sich architektonisch grundsätzlich vom Bestand unterscheidet, mit diesem aber funktionelle und visuelle Beziehungen hat. Bauherr: Marktgemeinde Gresten, Planer: Architekten Mag. Martin Kohlbauer und Mag.
Manfred Renhardt, Wien.

Pressezentrum und Zielturm Stadion Amstetten: Anläßlich der Österreichischen Leichtathletik-Staatsmeisterschaften 1996 in Amstetten hat die Stadtgemeinde ein Gebäude errichten lassen, das für Organisation und Abwicklung von Sportveranstaltungen im
Stadion geeignet ist. Dieses Gebäude ist als freistehende, eigenständige Bauskulptur konzipiert. Die schräg angeordneten, großzügigen Flächenfenster des Aufenthaltsraumes erlauben eine Aussicht auf die Veranstaltungen im Stadion. Bauherr:
Stadtgemeinde Amstetten, Planer: Architekt Dipl.Ing. Johannes Zieser, Wien.

Gradierwerk Schwechat: Das Gradierwerk ist ein luftiger
Gerüstbau mit Wandelgängen, einseitig von einer Mauer begrenzt, ausgefacht mit Reisigbündeln. Über die Bündel rieselt ständig salzhaltiges Wasser, das die Luftqualität verbessert und zur Linderung bei Atemwegsbeschwerden beiträgt. Das Gradierwerk liegt in einem Park, alle konstruktiven Teile wurden salzrestistent hergestellt. Um die Sonnenenergie zu nutzen, wird der Innenraum
wird von oben belichtet. Bauherr: Stadtgemeinde Schwechat, Planer:
Architekt Dipl.Ing. Rudolf Gitschthaler, Wien.

Hotel Klingelhuber Krems: Das Drei-Sterne-Hotel am Rande der Kremser Altstadt ist als Seminar- und Frühstückshotel mit vorerst 22 Zimmern konzipiert. Das Bauwerk ist einfach und klar
gegliedert, die Erkerelemente geben der Fassade einen plastischen Ausdruck. Der Neubau fügt sich außerdem ausgezeichnet in die vorhandene Bausubstanz der Umgebung ein. Bauherr: Klingelhuber GesmbH, Planer: Architekten: Dipl.Ing. Alois und Dipl.Ing. Elena Neururer, Wien.

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