EU beteiligt sich an NÖ Sozialprojekten:

170 Behinderte werden in Arbeitsmarkt integriert

St.Pölten (NLK) - Die EU beteiligt sich an sechs niederösterreichischen Sozialprojekten, die es ermöglichen, 170 Behinderte in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

In der Caritas der Diözese St.Pölten werden in drei Projekten psychisch behinderte Menschen psychosozial betreut, um ihre
Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Die Lebenshilfe Niederösterreich betreut geistig oder mehrfach behinderte Menschen in der Anlern- und Tageswerkstätte Gumpoldskirchen. Die Berufs- und Arbeitsvorbereitung sowie die Integration stehen dabei im Mittelpunkt. Zielgruppe sind vor allem sogenannte "Grenzfälle", also Menschen mit einer leichten und mehrfachen Behinderung, die durch gezielte Förderung in der Arbeitswelt Fuß fassen sollen.

Die ARGE Mostviertel kümmert sich vor allem um behinderte, arbeitssuchende Schulabgänger, Dienstnehmer von Geschützten Werkstätten und behinderte Arbeitssuchende nach einer Rehabilitation. Die ARGE will Arbeitsplätze finden und diese sichern.

Die Behindertenhilfe Oberrohrbach setzte sich mit ihrem Projekt "Pfiffikus" das Ziel, geistig und mehrfach behinderten Menschen zu helfen, die in der Beschäftigungstherapie unterfordert sind oder die keine entsprechende Ausbildungsstätte vorfinden. Die Betreuten sollen mit einer Anlehre im Fachbereich Metall in die Berufswelt integriert werden. Für alle Projekte werden 22 zusätzliche Arbeitskräfte wie Sozialarbeiter und Psychologen aufgenommen.

"Dieses Paket hilft, auch jene Menschen am Arbeitsmarkt unterzubringen, die sonst keine Chance gehabt hätten", betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Die Projekte seien notwendig gewesen, weil im heurigen Nationalen Aktionsplan für Beschäftigung für Behinderte keine Maßnahmen vorgesehen seien. Außerdem würde man auf diese Weise auch Psychologen und anderen sozialen Berufen zu einem Arbeitsplatz verhelfen.

Die Projekte, deren Gesamtkosten 1998 über 19 Millionen Schilling betragen, werden mit über 8 Millionen Schilling aus dem Europäischen Sozialfonds und mit über 3 Millionen Schilling von der NÖ Landesregierung unterstützt. Den Rest übernehmen das Arbeitsmarktservice Niederösterreich und der Ausgleichstaxfonds
des Bundes.

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