NORDEX KLAGT FPÖ-OBMANN HAIDER UND CLUBCHEF STADLER Russische Firmengruppe wehrt sich gegen Mafiabehauptungen

Wien (OTS) - Dr. Grigori Loutchansky, Präsident der russischen Firmengruppe Nordex, wird gegen Behauptungen von FP-Obmann Dr. Jörg Haider und FP-Clubobmann Mag. Ewald Stadler, wonach die Firma Nordex eine Organisation der Ostmafia sei, gerichtlich vorgehen. Die entsprechenden Klagen werden noch vor der parlamentarischen Sommerpause eingebracht.

Dr. Jörg Haider hatte in der ORF-Sendung "Pressestunde" vom 17.Mai Nordex wiederholt als Teil der Ostmafia bezeichnet, der inkriminelle Handlungen verwickelt sei. Ähnliche Aussagen waren Teil eines dringlichen Antrages von Clubobmann Mag. Ewald Stadler vor dem Nationalrat Mitte Mai. Stadler behauptete zudem, Loutchansky sei in Lettland wegen Mordes zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Loutchansky betont, seinen Ruf und jenen der Nordex mit allen rechtlichen Mitteln verteidigen zu wollen. Vor allem der Behauptung Stadlers, er sei ein Mörder, könne nur mit größter Entschiedenheit begegnet werden. An einer Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten Österreichs sei er nicht interessiert. Er bedaure es umso mehr, daß in der Diskussion um die Affäre Rosenstingl falsche Tatsachenbehauptungen über die Nordex-Gruppe für parteipolitische Auseinandersetzungen mißbraucht werden

Die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen seien Teil einer fortgesetzten Diffamierungskampagne, die vor Jahren von politischen Gegnern und Konkurrenten angezettelt wurde. Dabei wurden Polizei, Geheimdienste und Journalisten systematisch mit falschen und inkriminierenden Informationen versorgt. Gegen die Verbreitung der verleumderischen, ruf- und kreditschädigenden Behauptungen habe ersich bislang stets erfolgreich zur Wehr gesetzt."Wir haben vor Gericht bisher immer Recht bekommen. Es existieren rechtskräftige Urteile, die Herrn Dr. Haider offenbar nicht bekannt sind." DenVersuch, aus Kontakten einzelner Abgeordneter zur Nordex-Gruppe politisches Kleingeld zu lukrieren, bezeichnet Loutchansky als absurd.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion gründete der promovierte Wirtschaftswissenschafter und frühere Prorektor der Universitätvon Riga das erste russische Privatunternehmen außerhalb Rußlands. Der international kometenhafte Aufstieg der bis 1996 in Wien angesiedelten Nordex-Gruppe war wiederholt Anlaß für Spekulationen um das Erfolgsrezept des "geheimnisvollen Russen". Obwohl Loutchansky stets großzügig Einblick in seine Geschäfte gewährte, verstummten die Gerüchte erst mit der Übersiedlung der Nordex-Zentrale nach Moskau vor zwei Jahren.

Loutchansky ist in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion als Reformdenker in Wirtschaftsfragen weitgehend anerkannt. Als Berater meist auf Regierungsebene gehören Kontakte auch zu westlichen Politikern und Wirtschaftsdelegationen zu seiner Tätigkeit. - Die Nordex-Gruppe ist heute vorwiegend an Projekten zur
Modernisierung der Wirtschaft in den GUS-Ländern beteiligt.

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