Tourismus: Steigende Löhne bei sinkender Arbeitszeit

Flächendeckender Lohnvergleich: Lohnniveau um 2,5 Prozent gestiegen - Neue Studie der Tourismusberatung Kohl & Partner

Wien (PWK) - In der abgelaufenen Wintersaison 1997/98 sind die Ist-Löhne in der Ferienhotellerie österreichweit um 2,5 Prozent gestiegen, obwohl es in einigen Bundesländern noch keine neue Kollektivlohnvereinbarung gibt. Am stärksten gewachsen sind die Löhne in Tirol (plus 3,5 Prozent), geht aus dem jüngsten flächendeckenden Lohnvergleich des Tourismusberatungsunternehmens Kohl & Partner (Villach) hervor. Die zweimal pro Jahr aktualisierte Untersuchung basiert auf der Erhebung der Bruttolöhne in ca. 400 Ferienhotels in ganz Österreich. ****

Während die Löhne weiter zunehmen, nehmen der Untersuchung zufolge die wöchentlichen Arbeitszeiten weiter ab. Gegenüber dem Winter 96/97 ist die durchschnittliche Arbeitszeit um ca. 45 Minuten und gegenüber dem Winter 95/96 sogar um zwei Stunden auf nunmehr 46 Stunden pro Woche zurückgegangen. Am längsten wird mit mehr als 52 Wochenstunden nach wie vor am Arlberg gearbeitet. Aber auch hier ist die durchschnittliche Arbeitszeit um eine Stunde gesunken.

"Es wird weniger gearbeitet und besser bezahlt", faßt der Obmann der Bundessektion Tourismus in der Wirtschaftsskammer Österreich, Komm.Rat Hansjörg Kröll, zusammen. "Die gebetsmühlenartig vorgebrachten Vorwürfe der Gewerkschaft gehen damit wie so oft ins Leere und lenken nur von den eigentlichen Aufgaben, der Schaffung konkurrenzfähiger Rahmenbedingungen, ab. Nur wirtschaftlich gesunde Betriebe können auch für ihre Mitarbeiter mehr tun", betont Kröll.

Am stärksten stiegen die Löhne in der Küche (plus 3,5 Prozent) und hier wiederum bei den Hilfskräften, hält Kröll der ständigen Branchenkritik des Gewerkschaftsvorsitzenden Rudolf Kaske entgegen. Die Löhne der Küchenchefs stagnieren hingegen schon seit einigen Saisonen. Im Service sind die Ist-Löhne diesmal nur minimal angewachsen. Die Rezeptionisten können sich hingegen über Lohnzuwächse von 2,8 Prozent freuen.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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