Muzik: Hochmoderne Pendlerzüge stehen auf dem Abstellgleis

Dringend benötigte Pendlergarnituren können von den ÖBB nicht fertiggestellt werden

St. Pölten, (SPI) - Die ersten hochmodernen Garnituren der neuen CRD-Wendezüge und der Doppelstockwaggons werden von der Firma SGP ausgeliefert - und sofort wieder eingemottet. Was sich als schlechter Scherz anhört, passiert derzeit bei den Österreichischen Bundesbahnen. Die Wendezuggarnituren sollen von den ÖBB in ihren Hauptwerkstätten vereinbarungsgemäß fertiggestellt werden, allerdings scheitert dies offenbar aus Personalmangel. So stehen die dringend benötigten Garnituren für den Pendlerverkehr - mit Plastikplanen gegen das "Verstauben" geschützt - derzeit in Remisen und Abstellgleisen und harren der Dinge, die da noch kommen mögen.****

"Es ist ein verkehrspolitischer Skandal erster Güte, was sich hier abspielt. In ganz Niederösterreich verkehrt - primär im Pendlerverkehr - noch absolut veraltetes Wagenmaterial aus den
50er Jahren, ohne Klimaanlage und Sitzkomfort. Die neuen und modernst ausgestatteten Pendlerzüge stehen bei den ÖBB auf dem Abstellgleis und können nicht zum Einsatz gelangen, da sich die Bediensteten der ÖBB-Werkstätten in der Privatwirtschaft mit "Fensterputzen" und "Rasenmähen" verdingen müssen", ist der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, empört.

"Wir werden jedenfalls Herrn Generaldirektor Helmut Draxler in
einem Schreiben um Aufklärung bitten. Es kann nicht angehen, daß tausende Pendler auf die modernen Waggons warten, aber die ÖBB -aus welchen Gründen auch immer - die ausgelieferten Garnituren nicht fertigstellen können. Hier schlagen die vergangenen Personaleinsparungen unmittelbar auf die treuesten Kunden der Österreichischen Bundesbahnen - die Pendler - durch. Ein solches Vorgehen ist wirklich kein Renommee für ein Dienstleistungsunternehmen ÖBB", kritisiert der Amstettner SP-Landtagsabgeordnete Eduard Keusch. "Die Waggons müssen so rasch
als möglich fertiggestellt werden", fordern die beiden SP-Politiker.
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