AK: Auffangnetz für Jugendliche muß rasch gespannt werden

Nach dem Nationalratsbeschluß müssen Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgänge unverzüglich von den Landesprojektgruppen umgesetzt werden

Wien (OTS) - Das Auffangnetz für Jugendliche ist geflochten -
jetzt muß es auch gespannt werden: Wenn das Auffangnetz heute, Dienstag, im Nationalrat beschlossen wird, müssen danach sofort in den Bundesländern die vorgesehenen Projektgruppen für die tatsächliche Einrichtung von Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgängen sorgen, verlangt die AK. Zur Sicherung des Rechts auf Ausbildung müssen vor allem auch die Unternehmer ihren Beitrag leisten, so die AK weiter. Sie müssen Lehrstellen schaffen. Mit dem Freibetrag von 20.000 Schilling seien innerhalb zweier Jahre mehr als ein Dutzend beachtlicher Erleichterungen für ausbildende Betriebe geschaffen worden, die jetzt endlich wirken müßten.****

Für die Einrichtung von Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgängen sollen laut vorgesehenem Beschluß des Nationalrats Projektgruppen in den einzelnen Bundesländern sorgen. Mitarbeiten sollen die Sozialpartner, der Landesschulrat, das Arbeitsmarktservice und der Leiter der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer. Die Projektgruppen müssen sofort gebildet werden, verlangt die AK. Rasch und unbürokratisch müssen sie das Auffangnetz in der Praxis spannen - und damit dafür sorgen, daß für insgesamt bis zu 4.000 Jugendliche tatsächlich das Recht auf Ausbildung gesichert wird, wenn sie keine Lehrstelle in einem Betrieb finden.

Für die AK ist wichtig, daß die Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgänge rasch und einfach zugänglich sind und entsprechende Qualität geboten wird. Sie hatte noch vorige Woche Nachbesserungen beim Auffangnetz verlangt und konnte durchsetzen, daß

+ die Auffangmaßnahmen spätestens Mitte November eingerichtet sein müssen,

+ die Genehmigungsverfahren innerhalb von zwei Wochen abgewickelt werden müssen, Verzögerungen nicht mehr eintreten dürfen,

+ nur qualifizierte Trägereinrichtungen Stiftungen organisieren werden und damit die Ausbildungsqualität gesichert ist.

Für die Jugendlichen bedeutet das, daß das Auffangnetz nicht zur Sackgasse, sondern zu einem neuen Start in das Ausbildungssystem wird, so die AK. Wichtig ist,

+ daß es zu raschen Zuweisungen in die einzelnen Maßnahmen durch das Arbeitsmarktservice kommt, wenn Lehrstellmangel gegeben ist,

+ die Berufslehrgänge voll auf eine einschlägige Lehrausbildung angerechnet werden, die Jugendlichen sozialrechtlich den Lehrlingen gleichgestellt sind und eine Ausbildungsbeihilfe bekommen

+ und benachteiligte Jugendliche mit persönlichen Vermittlungshindernissen in eine Vorlehre gehen können, dabei jedoch ebenfalls die Berufsschule besuchen, die Vorlehre auf eine nachfolgende Lehrausbildung angerechnet bekommen und arbeits- und sozialrechtlich Lehrlingen gleichgestellt sind.

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