Plattform "Wiener Schulpartnerschaft" aus der Taufe gehoben

Wien (OTS) - Mit einer Pressekonferenz stellte sich heute erstmals die neu gegründete Plattform "Wiener Schulparnterschaft" der Öffentlichkeit vor. Die Plattform wurde unter Beteiligung aller, von schulischen Problemen Betroffenen d.h. Schüler, Eltern und Lehrer unter der "Schirmherrschaft" des Bildungssprechers der Wiener ÖVP, LAbg. GR Prof. Walter Strobl, aus der Taufe behoben. Sie will sich künftig vor allem bei "überschulisch" lösbaren Problemen zu Wort melden und in der Öffentlichkeit Signale setzen."

"Es ist ganz einfach, daß wir in Wien eine überschulisch agierende Interessensvertretung aller Betroffenen, also der Eltern, derSchüler und der Lehrer brauchen", stellte der ÖVP-Gemeinderat Strobl unmißverständlich fest. "Bestimmte Probleme sind nun einmal nicht von einer einzelnen Schule allein zu lösen, hier soll diese Plattform als mediales Sprachrohr für alle dienen".

Auch Lukas Mandl, Obmann der Wiener Schülerunion und Initiator der Plattform, sieht dringenden Bedarf an einer solchen Einrichtung. "Jede Möglichkeit Eltern, Lehrer und Schüler an einen Tisch zu bringen und schulische Probleme ruhig und vernünftig zu diskutieren muß genützt werden. Wir haben hier in der Gründungsphase dieser Plattform bisher hervorragende Erfahrungen gemacht". Auf die Dauer sei es auch für die einzelen Schulen zu zermürbend allein und ohne jegliche Unterstützung bestimmte Bereiche zu thematisieren.

Mag. Michael Dobes, Lehrervertreter sieht, ebenso wie Elternvertreterin Ingrid Martinek, die Verbesserung der Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppen als ein wichtiges Ziel."Es ist oft einfach, so, daß die eine Gruppe um die Forderungen und die Interessen der anderen Gruppen gar nicht Bescheid weiß. Hier ist es uns gelungen eine effektivere Kommunikation herzustellen, die auch das Auftreten gegenüber dem Ministerium und auch den Schulleitern leichter macht".

Als erste Forderungen formulierte die Plattform drei Hauptpunkte:

1. Mitspracherecht der Schulgemeinschaftausschüsse (SGA) bei Schulversuchen

Bisher hatte der SGA nur ein Anhörungsrecht, die Entscheidung über einen Schulversuch liegt derzeit nahezu ausschließlich beim Schulleiter.

2. Mehr Basisdemokratie an den Wiener Schulen.

Mitglieder der SGA's sind immer öfter damit konfrontiert, daß sich der Schulleiter über ihre Entscheidungen hinwegsetzt. Die Schulpartnerschaft fordert daher die folgende Regelung:

Dem Schulleiter soll nur ein Veto-, kein ausschließliches Entscheidungsrecht gegen Beschlüsse des SGA eingeräumt werden. In Falle eines Vetos des Schulleiters sind der Elternausschuß, die Personalvertretung und die Klassensprecherkonferenz mit der betreffenden Materie zu befassen. Die Gewichtung der Entscheidungen dieser Interessensgruppen erfolgt gleich.

3. Besserer Informationsfluß

Neu gewählte SGA-Mitglieder werden derzeit nicht ausreichend über die Möglichkeiten, Abläufe und Gepflogenheiten im SGA informiert. Dadurch entsteht zwangsläufig ein Ungleichgewicht zwischen langgedienten und neuen SGA-Vertretern, das Sinn und Zweck des SGA ad absurdum führt.

Die Schulpartner fordern, daß erstmals gewählte SGA-Mitglieder vom Schulleiter oder einem erfahrenen SGA-Vertreter ausreichend und nachweislich über den SGA (und ggf. eine Geschäftsordnung) informiert werden.

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ÖVP Klub wien
Daniel Kosak
Tel: (01) 4000/819 113

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