Wiener Liberale: Schwarzenbergplatz ist weiteres Opfer des "Plan-los" Stadtrats Görg

LIF fordert internationalen Wettbewerb für innovatives, städtebauliches Gestaltungskonzept

Wien (OTS) "Mit seinem Amtsantritt versprach Stadtrat Görg sich in seiner Amtsperiode der Wiener Plätze ganz besonders anzunehmen. Wenn ich mir die Vorgangsweise bei der Neugestaltung des Schwarzenbergplatzes ansehe, halte ich dies für eine gefährliche Drohung," kritisierte heute die liberale Planungssprecherin Michaela Hack. "Ich kann die von der Architektenkammer vorgebrachten Vorwürfe nur voll unterstützen."

Die Tatsache, daß statt eines internationalen Wettbewerbes nur vier Architektenteams zu einem Gutachterverfahren geladen wurden, spiegle Stadtrat Görgs enttäuschenden Umgang mit Architektur und Architekten wieder. Der Umbau des Schwarzenbergplatzes sei eines der größten innerstädtischen Gestaltungsvorhaben der nächsten Jahre. Bei solchen Planungsvorhaben sei eine internationale Ausschreibung zwingend vorzusehen, so Hack.

Durch die Vorgabe eines fertigen Oberflächen- und Verkehrskonzeptes gestalte sich dieses Gutachterverfahren zusätzlich zu einer Farce. "Die vier geladenen Architekten dürften nun maximal die Farbe der Pflastersteine und die Straßenbeleuchtung gestalten," kritisierte Hack. Es scheine, daß in dieser Stadtregierung die linke Hand von der rechten nichts wisse. So werde gleichzeitig die B1 (Lothrigerstraße) umgeplant, die Nutzung der freien Wienflußkubaturen gesucht und ein unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführtes Gutachterverfahren über den Schwarzenbergplatz ohne Abstimmung aufeinander durchgeführt.

Die Wiener Liberalen schlagen folgende Maßnahmen für die Neuplanung des Gebietes Schwarzenbergplatz vor:

  • Das derzeit eingeschränkte Gutachterverfahren über die Oberflächengestaltung des südlichen Schwarzenbergplatzes ist aufzuheben.
  • Entsprechend dem Gemeinderatsbeschluß vom Jänner 1997 ist ein internationaler offener und interdisziplinärer Wettbewerb professionell vorzubereiten und auszuschreiben.
  • Dieser Wettbewerb soll das gesamte Gebiet des Schwarzenbergplatzes zwischen Ringstraße und Palais Schwarzenberg sowie den Bereich der B1 (Lothringerstraße) zwischen Karlsplatz und Stadtpark ebenso einbeziehen, wie die zukünftige Nutzung der freien Wienflußkubaturen.
  • Im Bereich der Lothringerstraße soll vor dem Konzerthaus, dem Eislaufverein und dem Akademietheater ein großzügiger Vorbereich für Fußgänger vorgesehen werden.
  • In diesem Wettbewerb soll auch die facheinschlägigen Studenten eingebunden und die Wünsche der betroffenen Bevölkerung berücksichtigt werden.

"Der Wettbewerb muß eine großzügige und innovative städtebauliche Gestaltung eines der wichtigsten Plätze Wiens zum Ziel haben, die dann auch internationalen Vergleichen Stand hält," forderte Hack abschließend.

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