Imagekampagne für die Selbständigkeit

Zweite Gründerwoche der Jungen Wirtschaft gemeinsam mit den größten Bankinstituten vom 22. bis 26. Juni

Wien (PWK) - Gemeinsam mit führenden Banken und Kreditinstituten veranstaltet die Junge Wirtschaft vom 22. bis 26. Juni 1998 die zweite JW-Gründerwoche. "Ziel unserer Gründerwoche ist es, junge Menschen für die Berufsalternative Selbständigkeit zu interessieren und zu motivieren", erläutert JW-Bundesgeschäftsführer Alfons Helmel den Hintergrund der Aktion. "Wir verstehen unsere Gründerwoche als Initiative, die das Image der Selbständigkeit in Österreich verbessern und mittelfristig mehr Unternehmensgründungen bringen soll". ****

Die Bundesregierung habe es bislang verabsäumt durch eine notwendige bundesweite Imagekampagne entsprechende Maßnahmen zu setzen, kritisiert der JW-Bundesgeschäftsführer. "Man kann nicht jahrelang von einer Gründerwelle reden und nichts tun. Das ist deshalb besonders bedenklich, weil eine Gründung im Durchschnitt drei bis vier neue Arbeitsplätze bringt. Hier wird ein enormes Job-Potential verspielt. Und wenn das Image für die Selbständigkeit fehlt, dann werden wir auch keine Betriebsnachfolger finden. Wir können und wollen mit unserer Gründerwoche aber keine Lückenbüßer für die Bundesregierung sein. Ich erwarte mir, daß endlich Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt werden. Unsere Forderungen kennt bereits jeder Bürgermeister. Und die Regierung schafft es nicht einmal dafür zu sorgen, daß die Gründungen gezählt werden können!", so Helmel.

Nachdem bei der ersten Gründerwoche der Jungen Wirtschaft im Oktober 1997 die Bewerbung des neuen Finanzierungsinstrumentes "Gründungssparen" im Mittelpunkt stand, wendet sich die heurige Gründerwoche schwerpunktmäßig an Schüler, Lehrlinge und Studenten. Sie erhalten zwischen 22. und 26. Juni 1998 in über 1000 Bankfilialen, an Schulen und WIFIs konzentrierte Informationen zum Thema Selbständigkeit. Die zahlreichen Veranstaltungen der lokalen JW-Organisationen machen die Bundesaktion erst wertvoll und wirksam.

"Als einen Grund für Österreichs niedrige Selbständigenquote sehen wir, daß in unserem Bildungssystem die Selbständigkeit de facto keine Rolle spielt. Das einzige Berufsbild, mit dem die Schüler konfrontiert werden, ist das des beamteten Lehrers. So kann nichts daraus werden", meint Helmel. "Besonders freut mich daher die Beteiligung der Österreichischen Hochschülerschaft und der Bundesschülervertretung an unserer zweiten Gründerwoche, denn die Gründer von morgen sitzen heute noch in den Schulklassen und Hörsälen oder sind Lehrlinge. Wir müssen sie rechtzeitig ansprechen und ihnen sagen, wo für sie die Zukunft daheim ist", so der Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft.

Als Anreiz, sich mit der Selbständigkeit zu beschäftigen, sieht die zweite JW-Gründerwoche ein Gewinnspiel vor, bei dem Preise im Gesamtwert von rund 1 Million Schilling gewonnen werden können. Österreichs Schüler, Lehrlinge und Studenten haben dabei die Möglichkeit, sich spielerisch mit fünf "Erfolgs-Puzzlesteinen" für eine erfolgreiche Unternehmensgründung auseinanderzusetzen. Die Puzzle-Steine, die von den Teilnehmern richtig zusammengefügt werden müssen, repräsentieren die Gründungsidee, den persönlichen Einsatz, das Startkapital, die Rahmenbedingungen und die Ausbildung.

Mit den Gründerwochen verfolgt die Junge Wirtschaft eine längerfristige Strategie. Es wird nicht möglich sein, von heute auf morgen tausende neue Unternehmer begrüßen zu können - auch wenn das dringend nötig wäre. "Aber wir wollen den jungen Leuten zeigen, daß die Selbständigkeit eine sehr reale Berufsperspektive ist. Daher erhalten jene 20 Teilnehmer des Gewinnspiels, die innerhalb von fünf Jahren tatsächlich ein Unternehmen gründen, zudem ein WIFI-Gründercoaching im Wert von 18.000 Schilling", erklärt Helmel.

Die JW-Gründerwoche ist Bestandteil der Aktivitäten der Jungen Wirtschaft für eine Gründeroffensive. Das Gründungsoffensive-Programm der Jungen Wirtschaft sieht Maßnahmen zur Imageverbesserung und Attraktivitätssteigerung der Selbständigkeit, bürokratische Vereinfachungen für Gründer ("one-stop-shops" als zentrale Anlaufstelle) und die Bereitstellung neuer Eigenkapitalinstrumente vor.

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Junge Wirtschaft
Tel: 50105 DW 3040Alfons H. Helmel

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK