Jänner - April 1998: 14% weniger Verkehrstote - starker Rückgang bei Alkohol-Toten

Wien (OTS) - KfV: Bis Ende März 98 betrug der Rückgang der Verkehrstoten noch rund 25%, ohne zusätzliche Maßnahmen droht der positive Trend zu verflachen=

Dem Rückgang der Getötetenzahl bis Ende April um 14%
steht ein Wert von knapp 25% bis Ende März 98 entgegen. Alleine im April 98 sind 74 Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen, das sind um vier mehr als im April des Vorjahres.

Die positive Tendenz der ersten drei Monate ist also bereits im Verflachen. Das zeigt besonders deutlich, wie wichtig es ist, umgehend verstärkt aktive Verkehrssicherheitsarbeit zu leisten. Die Einführung von international erfolgreichen Verkehrssicherheits-maßnahmen wie Fahren mit Licht am Tag, ein Punkteführer-scheinsystem, Handyverbot am Steuer, verstärkte Überwachung, sowie intensive Aufklärungsarbeit - z.B. Aktion "Gurt sei Dank", Aktion "Känguruh" - sind notwendig, um die Unfallzahlen dauerhaft zu senken.

Weniger Alkohol am Steuer: Beachtlich ist vor allem der Rückgang der Todesopfer durch Alkohol: Gab es im Vorjahr noch 34 Tote durch Alkohol am Steuer, waren es heuer, im selben Zeitraum "nur" 16, das bedeutet ein Minus von rund 53%. Trotzdem ist Alkohol am Steuer noch immer einer der Hauptunfallursachen. Insgesamt war bei 527 Unfällen Alkohol im Spiel, 734 Menschen wurden dabei verletzt, im Vorjahr waren es 655 Unfälle mit 944 Verletzten. Das entspricht einem Rückgang der Alkoholunfälle um 19,54 % und einem Rückgang der Verletzten um 22,25%.

Rückgang der Verkehrstoten um 14%: Von Jänner bis April 1998 ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr um 14% gesunken. Der Rückgang der Totenzahl ist hauptsächlich dem angepaßteren Fahren im Ortsgebiet, der Einhaltung von Tempolimits und der Rücksicht auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer zuzuschreiben. Im Ortsgebiet sank die Zahl der Todesopfer von 81 auf 53, das ist ein Minus von 28 oder 34,6%. Das zeigt deutlich, daß innerhalb des Unfallgeschehens die Freilandstraßen ein Problembereich sind, die überwiegende Anzahl an Unfällen wird nach wie vor durch Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit verursacht. Dieser Form des Rowdytums kann am besten durch Schaffung eines Punkteführerscheinsystems Einhalt geboten werden, so das KfV.

Von Jänner bis April ereigneten sich 9.599 Unfälle mit Personenschäden, dabei wurden 12.635 Personen verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang der Zahl der Unfälle um 2,4%, die Zahl der Verletzten ist um 2,9% gesunken.

In der Woche vom 8. Juni bis zum 14. Juni 1998 sind nach vorläufigen Zahlen insgesamt 22 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben (Im Vorjahr: 27). Darunter befinden sich 13 PKW-Insassen, 1 LKW-Lenker, 1 Motorrad Lenker, 1 Mopedlenker 2 Radfahrer und 4 Fußgänger. Am verlängerten Wochenende zu Fronleichnam sind 9 Menschen auf der Straße verunglückt, im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 23.

Schutz für Ungeschützte: Die Verkehrstoten dieser Woche legen trauriges Zeugnis dafür ab, wie wichtig Maßnahmen für ungeschützte Verkehrsteilnehmer sind: Drei Fußgänger und zwei Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben.

Kampf den Gurtenmuffeln: Drei Tote in der letzten Woche waren nicht angegurtet. Nur drei Viertel der Österreicher gurten sich im Auto an, auf den Rücksitzen ist gar nur ein Drittel der Mitfahrer angeschnallt. Deshalb unterstützt das Kuratorium für Verkehrssicherheit eine breit angelegte Gurt-Kampagne, und fordert die Anhebung der Geldstrafe bei Nichtverwendung des Gurtes auf öS 500,--. Das KfV kritisiert die Ablehnung dieser Maßnahme, sowie die Ablehnung des geplanten "Handyverbots" im Verkehrssicherheitsausschuß und appelliert an die zuständigen Politiker, diese Entscheidung erneut zu überdenken.

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