Familienbund fordert endlich eigenen Karenzanspruch für Väter

Wien (OTS) - Einen eigenen Karenzanspruch für Väter, der auch auf Grund der EU-Richtlinien zum Elternkarenz längst gesetzliche Realität sein sollte, forderte der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger anläßlich des Vatertages.

Es sei nicht verwunderlich, daß noch immer nur 1 % der Väter in Karenz gehen, wenn weder die gesetzlichen, noch die finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind. Väter haben in Österreich noch immer keinen eigenen Karenzanspruch und sind darauf angewiesen, daß die Mütter vor der Geburt berufstätig waren. Der Familienbund richtige daher den dringenden Appell an Sozialministerin Hostasch, endlich diesen diskriminierenden Zustand für Väter durch geeignete rechtliche Maßnahmen zu reparieren.

Bonus für Väter

Für jene Eltern, bei denen beide Teile, also Mutter und Vater, die karenzzeit in Anspruch nehmen, fordert der Familienbund einen finanziellen Bonus in Form eines erhöhten Karenzgeldes.

Weiters fordert der Familienbund eine größere Flexibilität bei der Meldepflicht des Vaters, wann er in Karenz gehen möchte. Es ist unzumutbar innerhalb von vier Wochen nach der Geburt die berufliche Entscheidung für zwei Jahre zu treffen. Zu groß ist in dieser Zeit die Unsicherheit, wie sich das Leben mit dem Baby gestalten wird.

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