Scheinheiligkeit und Populismus in der Blockadediskussion

Transporteure wundern sich über widersprüchliche Aussagen - "Man kann nicht zugleich LKW-Verkehr benützen und ablehnen"

Wien (PWK) - "Die Scheinheiligkeit, mit der die Blockadediskussion in Tirol geführt wird, ist durch nichts zu überbieten", wundert sich der Vorsteher des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Adolf Moser. Für viele Milliarden Schilling wurden Flüsterasphaltbeläge aufgebracht und Lärmschutzwände aufgestellt. Die Transporteure haben hunderte Millionen in die Anschaffung lärmarmer und emissionsarmer Fahrzeuge investiert. Das Ökopunktesystem reguliert den Verkehr und hat als erklärtes Ziel, Emissionen nachhaltig abzusenken. "Das alles sind Maßnahmen, die bereits gesetzt wurden und zum Schutze auch der Tiroler Bevölkerung wirken. Zahlreiche Populisten in Tirol wollen diese nachweislichen Verbesserungen nicht zur Kenntnis nehmen." ****

So hat z.B. die Landwirtschaft anläßlich der letzten Novelle zur Gewerbeordnung den schrankenlosen Zugang zum LKW-Gewerbe gefordert; aber der Präsident der Tiroler Landwirtschaftskammer demonstriert auf der Autobahn gegen den LKW-Verkehr. Tourismusbetriebe sind bei der Versorgung ihrer Gäste mit den täglich notwendigen Gütern nahezu zu 100 Prozent auf den LKW-Verkehr angewiesen. Auch der "Müll", den die Gäste zwangsläufig hinterlassen, wird mit LKW entsorgt; aber die Tiroler Tourismusverbände unterstützen die Blockademaßnahmen gegen den LKW-Verkehr.

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Mag. Rudolf Bauer

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