Kfz-Handel bietet flächendeckendes Alt-Pkw-Rücknahmesystem

EU-Richtlinie gefährdet effizientes Recycling durch Österreichs Klein- und Mittelbetriebe

Wien (PWK) - Die ca. 5.600 Kfz-Betriebe Österreichs stehen den Konsumenten als Rückgabestellen für Alt-Pkw zur Verfügung und stellen eine ordnungsgemäße Entsorgung der Altfahrzeuge sicher. 1.120 Betriebe haben durch ihre Unterschrift ihr besonderes Engagement für die Rücknahme und Verwertung von Alt-Pkw bekundet. Bereits rund ein Dutzend derartiger Betriebe steht in jedem Bezirk Österreichs zur Verfügung. In durchschnittlich jeder zweiten Gemeinde gibt es eine deklarierte Alt-Pkw-Rückgabestelle, teilt das Bundesgremium des Fahrzeughandels in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich mit. ****

Heinz Havelka, Vorsteher des Bundesgremiums, zu diesem Erfolg:
"Den Bemühungen der Wirtschaft, der Fahrzeughändler, der Werkstätten und auch der Sekundärrohstoffhändler ist es zu verdanken, daß in Österreich keine Fahrzeuge mehr in freier Natur abgestellt werden. Der Kfz-Betrieb ist der beste Garant dafür, daß die Fahrzeuge nicht nur über die Shredder-Betriebe umweltverträglich verwertet werden, sondern auch brauchbare Teile ausgebaut und wiederverwendet werden.-Die Wiederverwendung von Gebrauchtteilen für Altwagenreparaturen ist die beste Form des Recyclings", betont Havelka.

In diesem Punkt unterscheidet sich das auf einer freiwilligen Vereinbarung beruhende erfolgreiche österreichische System wesentlich von jenem in Deutschland: Dort dürfen Demontagearbeiten nur von wenigen zertifizierten Betrieben durchgeführt werden, eine für Österreich unvorstellbare Situation.

Gefahr droht von Brüssel, wo gerade eine Richtlinie diskutiert wird, die eine Konzentration und Verbürokratisierung der Verwertungs-und Entsorgunsstruktur zur Folge hätte. Dies würde zahlreiche Arbeitsplätze in den kleineren und mittleren Kfz-Betrieben kosten. Havelka zu dem Richtlinienvorschlag: "Das ist ein Anschlag auf das österreichische Kfz-Gewerbe mit seinen zahlreichen, hochqualifizierten Arbeitnehmern." Die Initiative aus Brüssel entstand, weil in Ländern wie Frankreich und Großbritannien die Alt-Pkw-Recycling-Systeme (ohne Einbindung der Klein- und Mittelbetriebe) nicht funktionieren.

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Mag. Christoph Wychera
Tel: 50105-3330

Bundesgremium des Fahrzeughandels

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