HÖGER : ANPASSUNG DER WOHNBAUFÖRDERUNG NOTWENDIG

Auch sozial Schwächere haben Anrecht auf moderne Wohnungen

St. Pölten (SPI) Dank der Verdoppelung der Wohnbautätigkeit des Landes und den zusätzlichen jeweils 1000 Wohneinheiten im vergangenen und heurigen Jahr, ist die Wohnungsknappheit in Niederösterreich weitestgehend überwunden. Dennoch gibt es regional unterschiedliche Bedarfe, die eine Aufrechterhaltung der vollen Wohnbautätigkeit notwendig machen, stellte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Mittwoch bei einem Spatenstich für ein neues Wohnhaus in Traisen klar. "Auch sozial Schwächere haben ein Anrecht auf moderne Wohnungen. Wir müssen deshalb neben der Neubautätigkeit einen neuen Schwerpunkt auf die Sanierung der
alten Ortskerne und Arbeitersiedlungen legen, in denen noch immer tausende Menschen in alten und abgehausten Wohnungen leben, die dringend sanierungsbedürftig sind", betonte Höger.

Dabei ist darauf zu achten, daß diese Wohnungen auch nach der Sanierung für die Menschen finanzierbar bleiben, sonst wäre das soziale Ziel verfehlt, stellte der Landeshauoptmannstv. klar. In diesem Bereich gilt es auch Schwerpunkte gegen private Häuserspekulanten zu setzen, die ihre Mieter unter oft menschenunwürdigen Bedingungen hausen lassen. "Hier sind alle gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen - und sollten sich diese als nicht ausreichend herausstellen, müssen wir eben neue Voraussetzungen schaffen, um eine Handhabe zu bekommen", hob Höger hervor. Gleichzeitig muß die Wohnbauförderung so adaptiert werden, daß sich auch einkommensschwächere Familien neue und moderne Wohnungen leisten können - etwa durch ein Hinaufsetzungen der Einkommensgrenzen oder eine bessere Beratung durch die Genossenschaften, da viele Menschen gar wissen, welche Möglichkeiten es schon jetzt gibt und sich daher von den Kosten abschrecken lassen.

Insgesamt ist die Wohnbaupolitik Niederösterreichs beispielgebend und stellt neben der Modernisierung unserer Dörfer, Märkte und Städte einen unverzichtbaren Bestandteil niederösterreichischen Wirtschaft dar. "In Summe haben wir allein im Wohnbaubereich derzeit etwa 12 Milliarden Schilling bauwirksam, dazu kommen noch zusätzlich die Sanierungsprojekte, von denen vor allem das regionale Gewerbe profitiert", erinnerte Höger abschließend.
(Schluß)nk/wb

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