AK: Endlich - Hauptschulabschluß kann leichter nachgeholt werden

Zusammen mit Aufhebung des Repetierverbots an berufsbildenden Schulen 4.000 Ausbildungsplätze gesichert

Wien (OTS) - Besser spät als gar nicht: Jugendliche, die
keinen Hauptschulabschluß haben, können diesen Nachteil jetzt im zweiten Anlauf wettmachen. Die Chance dazu soll unter 18jährigen
ab Herbst kostenlos an öffentlichen Schulen geboten werden. Diese langjährige Forderung der AK wird noch vor dem Sommer in der Novelle zum Schulunterrichtsgesetz (SchUG) umgesetzt. Auch für die jetzt vorgesehene Aufhebung des Repetierverbots für Schüler der ersten Klassen in den berufsbildenden Schulen hat sich die AK
immer wieder eingesetzt. In Summe können österreichweit an den Schulen bis zu 4.000 Ausbildungsplätze zusätzlich gesichert werden.****

Mit 15 ohne Abschluß von der Schule gegangen - mit 17 immer noch ohne Job: Jährlich merken etwa 3.000 Jugendliche zu spät, daß ein positiver Pflichtschulabschluß in der Regel die Grundvoraussetzung ist, um eine Lehrstelle oder einen Arbeitsplatz zu bekommen.
Bisher hatten Jugendliche nur in Wien die Chance, den Hauptschulanbschluß kostenlos nachzuholen - aber auch hier war die Zahl der Teilnehmer im entsprechenden Schulversuch des Stadtschulrats begrenzt. Mit der kommenden SchUG-Novelle soll das endlich anders werden: Das Unterrichtsministerium setzt die Forderung der AK um, daß ab Herbst alle interessierten
Jugendlichen unter 18 den Hauptschulabschluß an öffentlichen Schulen kostenlos nachholen können. Im Schulbudget sind dafür 50 Millionen Schilling vorgesehen. Damit können zunächst 1.000 Jugendliche österreichweit ihre Berufschancen verbessern.

Aufgehoben wird gleichzeitig das ungerechte Repetierverbot für Erstklassler an berufsbildenden Schulen: Nur in Österreich, nur in der ersten Klasse der berufsbildenden Schulen gab es die Sonderregelung, daß Schüler mit mehr als drei "Fleck" im Zeugnis die Schule verlassen mußten. Die AK hatte sich immer gegen die ungerechte Regelung ausgesprochen. Sie konnte jetzt erreichen, daß es jedenfalls bis 2001 kein Repetierverbot mehr gibt und damit weitere 3.000 Ausbildungsplätze gesichert sind.

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