Klimaschutz: Ministerratsbeschluß zu Kyoto-Ziel ist eine Blamage für Österreichs Klimapolitik

Wien (OTS) - Bei der UNO-Klimakonferenz in Kyoto im Dezember 1997 wurde für die EU insgesamt ein Treibhausgas-Reduktionsziel von 8 % festgelegt. Dieses Gesamtziel soll nun beim kommenden EU-Umweltministerrat auf die einzelnen Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden. Vor Kyoto hatte sich Österreich EU-intern zu einem Reduktionsziel von minus 25 % bekannt.

Seit Kyoto sind leider Bestrebungen im Gange, Österreichs Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz zu untergraben. Speziell Wirtschaftskammer und Industriellen-Vereinigung wollen kein Reduktionsziel über 8 - 11 % akzeptieren.

Um Österreichs ambitionierte Klimaschutzziele aufrecht zu erhalten, ist im Rahmen der EU-internen Lastenaufteilung ein Reduktionsziel von mindestens 20 % (6 Treibhausgase, Zieljahr 2008 -2012) notwendig.

Das vom Ministerrat beschlossene Minus-8 %-Verhandlungsmandat für Umweltminister Bartenstein bedeutet:

* eine Blamage für Österreich als Vorreiter der inernationalen Klimapolitik

* eine Bankrotterklärung für das mehrmals von allen Parteien im Nationalrat bestätigte Toronto-Ziel

* einen schweren Rückschlag für die bamitionierten Klimaschutzziele der Gemeinden und Länder (205 Gemeinden, 8 oder 9 Landeshauptstädte und 8 oder 9 Bundesländer haben sich im Klimabündnis das Ziel minus 50 % gesetzt)

* einen Anschlag auf die ambitionierte Klimaschutzpolitik von Bundesminister Bartenstein

* den Verzicht auf tausende neue Arbeitsplätze in Bereichen wie Althaussanierung, Wärmedämmung oder öffentlicher Verkehr

* den Verzicht auf eine weltweite Vorreiterrolle in der Zukunftsbranche erneuerbare Energie (Wind, Sonne, Biomasse).

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