CIPRA unterstützt Brennerblockade Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA mit Sitz in Liechtenstein unterstützt die am 12./13. Juni 1998 auf der

Wien (OTS) - Brennerautobahn stattfindende Blockade und ruft ihre Mitgliedsorganisationen zur Teilnahme auf=

Am verlängerten Fronleichnamswochenende wird die
Brennerautobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und der Lärmschutzgalerie Schönberg auf allen Spuren blockiert. Die vom Transitforum Austria-Tirol organisierte und unter dem Motto "Am Brenner für die Alpen - am Brenner für die Kinder" stehende Blockade wird vom 12. Juni 1998, 11.00 Uhr, bis Samstag, 13. Juni 1998, 15.00 Uhr, andauern. Unterstützt wird sie von zahlreichen Gemeinden aus Nord- und Südtirol, den Alpenvereinen aus Süd- und Nordtirol, der Tiroler Tourismusvereinigung, Schützenkompanien, der Arbeiterkammer für Tirol und zahlreichen anderen Organisationen und Vereinen. Ausgangspunkt und Hauptursache für diesen Widerstand am meistfrequentierten Alpenübergang sind das Fehlschlagen aller Versprechungen von EU, Bund und Landesregierungen, die Belastungen in diesen Transittälern zu reduzieren. Deshalb verlangen die Organisatoren am Beispiel der Brennertransitroute im Anwendungsbereich der Alpenkonvention konkret:

*Keine Reduktion bestehender Wochenend- und
Feiertagsfahrverbote für schwere LKW über 7,5 Tonnen,

*Die Umsetzung der "Kostenwahrheit",

*Die Umsetzung der "Verlagerung auf die Eisenbahn",

*Die Reduktion der Schadstoffe um 60 % bis 2003 und

*Die Reduktion der Transitfahrten auf Basis des Ausgangsjahres 1991.

Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA unterstützt diese Blockade, da sie sich als alpenweit tätige Organisation seit vielen Jahren um Lösungen zur Entlastung der Alpenbevölkerung von der Transitgeißel bemüht. Die EU betreibe durch die gegen die Alpen gerichtete Verkehrspolitik eine Anti-Alpenpolitik. Damit werden Teile des sensiblen Ökosystems Alpen Zug um Zug in ihrer Funktion als Trinkwasserreservoir, Erholungs- und ökologische Ausgleichsräume geschwächt. Deshalb gelte es jetzt, so die CIPRA, ent-scheidende Korrekturen und Weichenstellungen in der Alpentransitpolitik vorzunehmen. Deshalb tut alpiner Widerstand gut, denn "Wer zu spät kommt, den bestraft der Transit".

Ihre Rückfragen: Mag. Peter Hasslacher, OeAV, Tel. 0512 595 47 27 Mag. Reinhard Gschöpf, CIPRA Österreich, Tel. 01 401 13 34

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