Vordenken/Nachdenken über Europa 2000

LAK-Seminar zum europäischen Sicherheitssystem

St.Pölten (NLK) - Nach drei Jahren EU-Mitgliedschaft sind in Österreich Wissen und Bewußtsein über die Bedeutung und die Einbeziehung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der Union nach wie vor nicht ausreichend vorhanden. Vor diesem Hintergrund fand gestern unter dem Motto "Vordenken/Nachdenken für Niederösterreich" ein Seminar unter dem Titel "Europa 2000. Das europäische Sicherheitssystem: EU, WEU und NATO" statt, das mit Unterstützung der NÖ Landesakademie, der Europäischen Union, des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten und der NÖ Landesregierung veranstaltet wurde und Teil einer bundesweiten Seminarreihe ist.

Durch Referenten wie Prof. Klaus Emmerich, Dr. Wilhelm Sandrisser, Botschafter Dr. Erich Hochleitner, Brigadier Wolfgang Plasche und Dr. Alois Mock sollten insbesondere Meinungsbilder und Entscheidungsträger über wesentliche sicherheitspolitische Fragen informiert und Sachdiskussionen angeregt werden.

Wesentlicher Teil der Bestandsaufnahme bei dem Seminar war, daß im großen Maße auch das Bewußtsein fehlt, daß die Herausforderungen, mit denen Österreich und die Union zur Jahrtausendwende im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik konfrontiert sind, nur gemeinsam mit den EU-Partnern gelöst werden können. Auch das Wissen über das Ergebnis der EU-Regierungskonferenz und ihre Einbeziehung für den Aufbau der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsidentität ist im großen Maße nicht vorhanden. Durch gezielte Bildungs- und Informationsarbeit sollen daher Multiplikatoren bundesweit angesprochen, informiert und in die Lage versetzt werden, ihr
Wissen in ihrem Wirkungsbereich weiterzugeben und zur Bewußtseinsbildung in Österreich beizutragen.

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