Greenpeace: PVC im Krankenhaus ist vermeidbar

Greenpeace-Studie zeigt PVC-Ausstiegsmöglichkeiten auf

Wien (OTS) - "PVC im Krankenhaus II - Produkte, Probleme und Projekte zur Vermeidung von PVC im medizinischen Bereich" lautet der Titel einer Studie, die heute von der Umweltorganisation Greenpeace vorgestellt wurde. Die Untersuchung bietet einen aktuellen Überblick über die Situation der PVC-Vermeidung bei medizinischen Produkten in österreichischen und deutschen Krankenhäusern. Greenpeace will durch die genaue Dokumentation von erfolgreichen Fallbeispielen die ökologischen wie auch ökonomischen Vorteile der PVC - und Abfallvermeidung im Krankenhaus bekannt machen und so weitere Nachahmer gewinnen.

"Die Studie zeigt klar, daß das vielerorts in Medicalprodukten eingesetzte PVC vermieden werden kann," stellt Studienautorin Rosemarie Pexa fest. "Durch direkten Ersatz von PVC-haltigen Produkten, etwa bei Dialyse-Sets wie auch durch Abfallvermeidungsprogramme wird PVC erfolgreich ersetzt."

Die heute vorgestellte Studie versteht sich als Aktualisierung und Erweiterung der Greenpeace-Studie 'PVC im Krankenhaus

- Einsatzbereiche, Risiken und Alternativen im medizinischen Bereich', die 1995 erschienen ist. "Die positive Resonanz auf die erste Studie zu diesem Thema und die in letzter Zeit vielfach erfolgten Anfragen und Wünsche betreffend Aktualisierung haben Greenpeace dazu veranlaßt, die heute vorgelegte Studie zu erstellen," erklärte Greenpeace-Chemiker Dr. Thomas Belazzi die Motivation für die Unterschung.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie über PVC in Medicalprodukten sind:

- Der Anteil von PVC im Verpackungsbereich ist in den letzten Jahren weiter rückläufig. Eine Erhebung im Wiener AKH ergab, daß nur mehr 3,7 Prozent der Verpackungsmaterialien für Kunststoff-Einwegprodukte aus PVC bestehen;

- Bei Hart-Kunststoffen ist PVC in Medicalprodukten weitgehend ersetzt;

- Weich-PVC-Anwendungen wie Beutel und Schlauchsysteme sind weiterhin das Hauptanwendungsgebiet von PVC. Die Substitution von PVC in diesem Bereich erfolgt wegen der oft viel teureren PVC-freien Alternativen nur langsam. Einzig für Blutbeutel gibt es derzeit noch keine PVC-freie Alternative.

- Noch häufig wird PVC in Einweg-Produkten wie Infusionsbestecke, Katheter, Schläuche für Atemtrainer und Inhalationsgeräte eingesetzt. Oft EDV - gestützte Abfallvermeidungs-systeme helfen beim sowohl ökonomisch wie ökologisch erfolgreichen Umstieg von Einweg- auf Mehrwegsysteme und damit bei der PVC - Vermeidung. Die in den letzten Jahren entwickelten Umweltmanagementsysteme wie EMAS sind wertvolle Instrumente bei der Ökologisierung von Krankenhäusern.

Weitere Informationen: Dr. Thomas Belazzi, Greenpeace Österreich, 01/545 45 80 DW 40 Robert Francan, Greenpeace Österreich, 01/545 45 80 DW 26 oder 0664 103 08 18

Die aktuelle Studie, wie auch die Studie aus 1995 ist bei Greenpeace Österreich erhältlich.

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