KFV: HANDY - VERBOT AM STEUER UND ANGEMESSENE STRAFE FÜR NICHTANGURTEN DÜRFEN NICHT VERZÖGERT WERDEN !

Wien (OTS) - Neue Pläne das ab 1.1.1999 geplante Handy-Verbot am Steuer und die Erhöhung der Strafsanktion für Nichtverwendung des Sicherheitsgurts auf öS 300,-- zu verzögern, sind unverständlich und abzulehnen - KfV: Wissenschaftlicher Nachweis der hohen Ablenkung durch Telefonieren am Steuer ist durch zahlreiche Studien längst erbracht - Realistische Gurt-Strafe kann Menschenleben retten

Das seit August des Vorjahres diskutierte Handy-Verbot im Auto, das mit 1.1.1999 in Kraft treten soll, darf auf keinen Fall verschleppt werden, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Die heute bekannt gewordenen 'Bedenken' würden zu einer jahrelangen Verzögerung dieser wichtigen Verkehrssicherheitsmaßnahme führen, da das Ende der Legislaturperiode quasi vor der Türe steht und danach erst wieder die Karten neu gemischt werden.

Das KfV fordert das Parlament auf, die für das Handy-Verbot ohne Freisprecheinrichtung nötige gesetzliche Grundlage - die Änderung des § 102 KFG - so rasch wie möglich im Parlament zu beschließen. Ein Entwurf für eine entsprechende und klar vollziehbare Regelung liege bereits vor und sei auf Basis der Erfahrungen anderer Länder keine Hexerei.

Der negative Einfluß des Telefonierens auf das Fahrverhalten konnte durch internationale Untersuchungen und durch Studien des Kuratorium für Verkehrssicherheit klar bewiesen werden. Durch die Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten - besonders beim Handy-Telefonat - und die geistige Beanspruchung durch das Gespräch kommt es bei den Fahrern zu Überforderungen und Wahrnehmungsproblemen. Die Bewältigung diverser 'Nebentätigkeiten', wie Telefonieren, Rauchen, die Bedienung eines Autoradios oder das intensive Gespräch mit dem Beifahrer, stellt eine Beeinträchtigung der Konzentration dar.

Trinkgeld-Strafe schreckt Gurten-Muffel nicht ab

Auch die nunmehr bestehenden Widerstände einzelner Politiker und Interessensvertretungen gegen die Erhöhung der Strafsanktion bei Nichtverwendung des Sicherheitsgurtes bezeichnet das KfV als grotesk und verantwortungslos. Gerade im Zusammenhang mit der vor kurzem gestarteten Bewußtseinsbildungskampagne von KfV, AUVA, Verkehrsministerium, ÖAMTC und ARBÖ für die Gurtverwendung sei eine Flankierung durch eine Erhöhung der "Trinkgeldstrafe" von öS 100,-- notwendig. 'Nur ein sinnvolles Miteinander von Aufklärungsmaßnahmen und gesetzlichen Normen könne eine nachhaltige Erhöhung der Verkehrssicherheit bringen', so KfV-Direktor Franz Bogner.

Bei lückenloser Verwendung des Gurtes könnten österreichweit mehr als 200 Menschenleben pro Jahr gerettet werden. Jene Personen, die durch Bewußtseinsbildungsmaßnahmen leider nicht zur Gurtverwendung veranlaßt werden können, müßten eben durch entsprechende Überwachung und Strafsanktion von der Sinnhaftigkeit überzeugt werden. 'Ein weiteres Hinausschieben der Anpassung der Gurtstrafe sowie die Anwendung des Organmandates bei diesem Delikt bedeutet einen Verzicht auf Rettung Dutzender Menschenleben', so Bogner. 'Jene Verantwortlichen, die nunmehr die Ergänzung der Motivationskampagne durch entsprechende flankierende gesetzliche Maßnahmen verhindern, müssen sich auch über die Folgen im klaren sein und die Verantwortung dafür übernehmen.'

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