Peter Temming AG: Dividendenkontinuität bei Temming

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Der Vorstand der Peter Temming
AG, Michael Steinbeis, berichtet über eine fortgesetzte Stabilisierung der Ertragslage in 1997 - im ersten Jahr ohne operatives Geschäft. Der Lintersbetrieb wurde im April 1996 an die amerikanische Buckeye Fiber Technologies verkauft.

Hieraus werden nach seiner Auffassung die Fortschritte bei der Restrukturierung der Steinbeis Temming Papier GmbH & Co, an der Peter Temming zu 35 % beteiligt ist, sichtbar.

Erstmals Vollkonsolidierung

Neu ist in diesem Jahr, daß die Peter Temming AG das Ergebnis ihrer Beteiligung im eigenen Konzernabschluß voll konsolidieren wird. Hierzu hat man sich in einer Vereinbarung mit dem Mitgesellschafter die Mehrheit der Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung des Papiererzeugers gesichert.

Ergebnisverbesserung 1997

Ein Blick in die GuV-Rechnung des Konzernabschlusses zeigt, daß sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 2,2 Mio DM in 1997 fast um 5 Mio DM gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Dieser Ergebnisfortschritt wurde durch geringere Kosten und durch den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Gegenständen des Anlagevermögens möglich.

Der Einzelabschluß der Peter Temming AG weist einen Bilanzgewinn von 7,1 Mio DM für 1997 aus, der knapp über der Vergleichszahl des Vorjahres liegt. Die Verwaltung wird der am 17. Juni 1998 in Glückstadt zusammenkommenden Hauptversammlung vorschlagen, aus diesem Bilanzgewinn heraus an die Stammaktionäre eine Dividende in Höhe von 3 % und an die Vorzüge 5 % auszuschütten.

Verbesserte Geschäftslage der Papierfabriken

Franz Winterer, Sprecher der Geschäftsführung der Steinbeis Temming Papier GmbH & Co, berichtet, daß zwar Produktion und Versand um 5 % angestiegen, die Jahresdurchschnittspreise durch unterjährige Schwankungen jedoch 1997 insgesamt um 12 % gefallen sind. Trotz einer in den letzten 5 Monaten des Jahres einsetzenden Preisverbesserung ging der vergleichbare Papierumsatz um ca. 7 % zurück.

Mit dem Programm der Glückstädter Papierfabrik - Kopierpapiere und gestrichene Rollenpapiere - sieht man sich marktnah und wettbewerbsfähig positioniert. Weniger Freude hatte man im abgelaufenen Jahr mit der im schwäbischen Gemmrigheim gelegenen Fabrik: Hier belasten Kosten aus unvorhergesehenen Reparaturen und Reorganisationsmaßnahmen das Ergebnis. Doch auch hier wähnt sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg, der durch die Zahlen der ersten Monate 1998 bestätigt wird.

Insgesamt wurde wegen der wiederum hohen Restrukturierungsaufwendungen ein ausgeglichenes Ergebnis noch einmal knapp verfehlt.

Gutes 1. Quartal

Das erste Quartal ist sehr günstig verlaufen, Absatzmengen und Ergebnis liegen über den Erwartungen. Begründet wird dies mit marktweit guten Preisen, die im Zuge starker Nachfrage etabliert werden konnten. Aktuell zeichnet sich jedoch ein Rückgang der Nachfrage ab, der vorerst nur zu einer Normalisierung der Auftragseingänge und Lieferzeiten geführt hat.

Die weitere Entwicklung wird auch sehr stark von den Zellstoffpreisen abhängen. Es wird sich herausstellen müssen, ob der derzeit sichtbare Trend zu steigenden Zellstoffnotierungen nachhaltig und stark genug ist, um die Papierpreise zu stabilisieren.

Für Steinbeis Temming Papier scheinen jedenfalts die Chancen gut zu stehen, das für 1998 geplante positive Ergebnis zu erreichen.

Die Aktionäre wird es freuen, sähen sie sich doch für ihr langes Aushalten mit einer kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung belohnt.

Konzept der kleinen Einheit

Vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Großfusionen in der Papierindustrie sehen sich die Unternehmenssprecher in ihrem Konzept bestätigt: kleine, bewegliche Einheiten, die auf Altpapierbasis wettbewerbsfähig sind und dem ökologischen Anspruch der Verbraucher gerecht werden - und die eine notwendige Ergänzung zur Angebotsmacht der Großkonzerne darstellen.

Ende der Mitteilung
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