Außenhandel mit Nahostländern im Aufwärtstrend

Saudi-Arabien, Ägypten, VAE, Israel: die wichtigsten Märkte - UN-Hilfsprogramm "Oil for Food" lockert Irak-Embargo

Wien (PWK) - "Die verstärkten Bemühungen der österreichischen Wirtschaft um die Märkte des Nahen Ostens tragen Früchte", erklärte Direktor Egon Winkler von der Wirtschaftskammer Österreich Dienstag bei einer Pressekonferenz mit den Handelsdelegierten in Riyadh, Kairo, Abu Dhabi, Damaskus, Beirut, Amman und Tel Aviv. 1997 stiegen Österreichs Exporte in diese Ländergruppe um 11,3 Prozent auf 8,5 Mrd S an, die Importe legten um fast 47 Prozent auf 5,9 Mrd S zu. ****

Als Absatzmärkte für österreichische Waren sind vor allem vier Länder von Bedeutung, so Winkler: Saudi-Arabien (Exportwert 1997: 2,1 Mrd S), Ägypten (1,3 Mrd S), die Vereinigten Arabischen Emirate VAE (1,3 Mrd S) sowie Israel (1,6 Mrd S).

Österreich liefert hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren und chemische Produkte, wobei Geländefahrzeuge, Papier und Pappe, Glaswaren, Pharmazeutika, Kunststoffe und Düngemittel zu den wichtigsten Positionen zählen.

Als besonders erfreulich hob Winkler hervor, daß heimische Firmen im Vorjahr nicht nur ihre traditionellen Marktpositionen festigen, sondern auch in neuen Sektoren wie High Tech und Dienstleistungen (Planung, Engineering) Fuß fassen konnten.

In den Irak, vor dem UN-Embargo 1990 einer der wichtigsten Handelspartner Österreichs, konnte im Vorjahr erstmals wieder in größerem Umfang geliefert werden: im Rahmen des UN-Programms "Oil for Food" wurden humanitäre Hilfsgüter wie Grundnahrungsmittel, Medikamente und medizinische Einrichtungen exportiert.

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Dr. Fritz Langer

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