Senkung der Abgabenquote für Wirtschaftsstandort Österreich unerläßlich

Wien (OTS) - Abgabenquote von fast 45% gefährdet den Wirtschaftsstandort Österreich - Wirtschaftsforum der Führungskräfte fordert Sofortmaßnahmen zur Senkung - Mittel sind durch Einsparungen und forcierte Privatisierung aufzubringen - Österreichische Selbständige und Führungskräfte sind über-proportional belastet

Im Anschluß an die letzte Bundesvorstandssitzung des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der einzigen unabhängigen Standesvertretung der österreichischen Führungskräfte, erklärte der für Fragen der Standespolitik zuständige WdF-Bereichssprecher Dr.Peter Tomisek, daß die Steuern- und Abgabenquote einen nicht mehr vertretbaren Höchststand erreicht habe und rasche Maßnahmen zu deren Rückführung auf ein für den Standort verträgliches Niveau erforderlich seien.

"Eine Belastungsquote von fast 45%, die in erster Linie Folge des "Sparpaketes" der österreichischen Bundesregierung ist, gefährdet die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich sowohl für Unternehmen", betonte Tomisek, "als auch für Selbständige und hochqualifizierte Führungskräfte." Gerade in einer Zeit der weiteren Öffnung der Wirtschaftsräume und der Liberalisierung wirtschaftlicher Abläufe seien Sofortmaßnahmen erforderlich, um Österreich auch steuer- und abgabenmäßig wettbewerbsfähig zu machen.

Ein Abwarten bis zur geplanten Steuerreform 2000 ist aus Sicht des WdF nur dann möglich, wenn die Grundlagen für eine deutliche Entlastung, insbesondere auch der Unternehmen, kurzfristig und rechtsverbindlich festgelegt werden. Die dafür erforderlichen Mittel sind durch Einsparungen bei den öffentlichen Ausgaben und durch eine forcierte echte Priva-tisierung öffentlicher Bereiche bereitzustellen, erklärte Tomisek.

Die österreichischen Führungskräfte, die seit langer Zeit einen "unzumutbar" hohen Anteil am Abgabengesamtaufkommen zu tragen hätten, sind - gleich ob sie als Selbständige, freiberuflich Tätige oder als Manager die Verantwortung für ihre Unternehmen und deren Mitarbeiter tragen - die Hauptleidtragenden dieser Entwicklung. Gemeinsam mit administrativen Erschwernissen, die viele ökonomische Entwicklungen in Österreich behindern, fördert dies bei Spitzenkräften die Bereitschaft, auch andere Standorte oder Tätigkeitsfelder außerhalb des Wirtschaftsraumes Österreich in Erwägung zu ziehen.

Das WdF mit seinen rund 3000 Mitgliedern, die Unternehmen mit rund 800.000 Mitarbeitern repräsentieren, habe sich jedenfalls das Ziel gesetzt, diese Entwicklung zu verhindern und die österreichische Wirtschaft zu stärken.

Mit der Initiative "Erfolgreich in Österreich", so Dr.Tomisek, habe das Wirtschaftsforum mit Unterstützung aller positiven Kräfte, so auch der fachlich zuständigen Mitglieder der österreichischen Bundesregierung, eine Bewegung eingeleitet, die eine selbstbewußte Entwicklung des Wirtschaftsraumes Österreich zum Ziel hat. Bereits in der ersten - erfolgreich abgeschlossenen - Phase sei es gelungen, mit dem "Krankjammern" der österreichischen Wirtschaft Schluß zu machen und in vielen Wirtschaftsbereichen Aufbruchsstimmung zu erzeugen.

Um in der globalen Wirtschaft bestehen zu können, seien nun auch die immer wieder von seiten der politischen Verantwortlichen in Aussicht gestellten flankierenden Maßnahmen, insbesondere auch die Entlastung der Wirtschaft und der österreichischen Bevölkerung auf der Abgabenseite erforderlich. "Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, muß es zu einer deutlichen Entlastung der Arbeitskosten kommen. Das WdF wird seine Vorstellungen nochmals präzisieren und mit den politischen Entscheidungsträgern diskutieren. Nahziel ist eine Abgabenquote, die deutlich unter dem EU-Durchschnitt von derzeit 42% liegt und dabei den Erfordernissen, vor allem auch bei der Förderung privater Initiativen bei der Altersversorgung, Rechnung trage" erklärte der WdF-Bereichssprecher.

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