Österreich: Kleine Stiche mit großer Wirkung Wien (ÖRK) - Das Summen und Brummen von Bienen, Wespen oder Hornissen erfüllt jetzt wieder die Luft. Fast jedesmal, wenn sich

Mensch und Insekt zu nahe kommen, endet die Begegnung mit einer
für den Menschen sehr schmerzhaften Erfahrung. Den meisten kann
der Stich einer Biene oder einer Hornisse nichts anhaben. Gefährlich wird es aber bei jenen Menschen, die allergisch auf das Gift reagieren.

"Etwa 350.000 Österreicher reagieren allergisch auf Insektengift, bis zu acht sterben pro Jahr", sagt Oberarzt Dr.Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. Anzeichen einer Allergie sind Juckreiz an Kopfhaut und Zunge, großflächige Rötung, Fieber, Erbrechen, Atemnot oder Kreislaufstörungen bis zum Kollaps.
"Treten derartige Symptome nach einem Insektenstich auf, sollte so rasch wie möglich ein Arzt gerufen werden", so Feinböck.

Vor einer Bienengift-Allergie bietet eine Impfbehandlung fast 100%igen Schutz. "Wer allergisch und nicht geimpft ist, sollte entsprechende Medikamente für den Notfall bei sich haben", rät Feinböck. Auf jeden Fall zu meiden seien alle Orte, an denen
Bienen mit Sicherheit zu finden sind, also etwa blühende Wiesen oder Gärten mit Fallobst. Aber auch Parfum, Haarspray und bunte Kleidung könnten Bienen anlocken. Vollständige Kleidung biete Schutz vor Insektenstichen.

Besonders gefährlich können Insektenstiche im Mund- und Rachenraum sein. Die Schleimhäute oder die Zunge schwellen stark an, der Gestochene bekommt keine Luft mehr. "Der Gestochene sollte sofort zum Arzt gebracht werden. In der Zwischenzeit sollte er ständig
Eis lutschen. Kalte Umschläge um den Hals helfen ebenfalls", sagt Feinböck. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, sei
besondere Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme im Freien geboten. Ein prüfender Blick auf die Gabel, bevor man etwas in den Mund
schiebt, oder in das Glas, bevor man trinkt, sei jedenfalls angebracht.

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8.6.1998

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