Tumpel: Zahnkronen - Patienten zahlen 1 Milliarde Schilling zuviel

AK fordert Wegfall der Konkurrenzklausel und einheitlichen Tarif

Wien (OTS) - Österreichische Patienten zahlen für Kronen um
eine Milliarde Schilling zuviel: Derzeit liege der
durchschnittliche Preis für eine Zahnkrone in Österreich bei rund 8.000 Schilling. In Deutschland oder in Italien kostet eine Zahnkrone nur 5.500 Schilling. Und das ist auch der Preis, um den die Kassenambulatorien den Zahnersatz anbieten könnten, wenn sie dürften. Der derzeitige hohe Preis ist für AK Präsident Herbert Tumpel eine Folge der Konkurrenzklausel, die den
Kassenambulatorien die Vornahme festsitzender Zahnersätze verbietet. Tumpel fordert daher den Wegfall dieser Klausel, um den Patienten eine kostengünstige Behandlung zu ermöglichen.****

Rund 2.600 Vertragszahnärzte, die im Jahr 1996 mit einem oder mehreren Krankenversicherungsträgern einen Vertrag abgeschlossen haben, konnten allein mit festsitzendem Zahnersatz jeweils durchschnittlich rund 1,6 Mio Schilling umsetzen. Bei einem Tarif von 5.500 Schilling müsse kein Zahnarzt um seine Existenz bangen. Auch an der Tatsache, daß lediglich 10 Prozent aller Kassenpatienten die Ambulatorien in Anspruch nehmen, werde sich nichts gravierend ändern. Für Tumpel bleiben daher die Forderungen nach einem einheitlichen, vertraglich fixierten Honorar ebenso unverändert aufrecht wie die Forderung nach dem Wegfall der Konkurrenzklausel. "Gewinner wären die privaten Haushalte",
betont Tumpel. Denn für die Haushaltsbudgets würden sich Einsparungen von insgesamt rund einer Milliarde Schilling ergeben.

Gesundheit sagt man, sei ein kostbares Gut. Das heiße aber nicht, daß dieses Gut nicht auch kostengünstig sein darf. Der AK Präsident fordert die Zahnärzte auf, ihren Widerstand aufzugeben, damit die ASVG-Novelle den kommenden Ministerrat passieren könne.

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