Krammer: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen ist wichtiges Anliegen für die Familien

"Zwei-Klassen-Gesellschaft" beim Elternbeitrag ist nicht zweckmäßig

St. Pölten, (SPI) - Obwohl die "Kindergartenstudie" im Auftrag des Landes Niederösterreich über die Auswirkungen des 1996 beschlossenen Kindergartengesetz dem NÖ-Kindergartenwesen ein
gutes Zeugnis ausstellt, bleiben doch wichtige und zentrale
Aspekte unberücksichtigt", stellt SP-Abg. Christine Krammer heute fest. Vor allem wurden die Probleme all jener, für die das derzeitige Angebot nicht ausreicht und die es deshalb nicht nutzen können nicht berücksichtigt - sie wurden nämlich nicht befragt.****

"Wir stehen nämlich vor einer nachweislichen Diskrepanz einer
hohen Zufriedenheit mit dem Betreuungsangebot all jener, die es nutzen können und vor zunehmenden Problemen für all jene, die mit diesem Angebot nicht das Auslangen finden. Frauen, die nicht die entsprechende Flexibilität an Betreuungsangeboten vorfinden,
werden vielmehr aus dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen, was selbstverständlich auch ihre Familien belastet", so Krammer
weiter. Weiters schafft die kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung eine Art von "Zweiklassengesellschaft", was auch den deutlichen Rückgang der Betreuungszahlen erklärt.

"Die Studie kann also keinesfalls ein Anlaß für ein zufriedenes Zurücklehnen sein, sondern sie ist vielmehr ein Auftrag, jene weitestgehende Zufriedenheit mit dem Angebot auch für jene Frauen und Mütter sowie ihrer Familien herzustellen, die es derzeit nicht nutzen können. Weiters sollte die Kostenpflicht grundsätzlich hinterfragt werden. Entweder ist die Betreuung für alle kostenpflichtig, oder für niemanden", so Abg. Krammer abschließend.
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