Völkerverbindende Kriegsgräberfürsorge Schwarzes Kreuz tagte im St.Pöltner Landhaus

St.Pölten (NLK) - Der Große Sitzungssaal des NÖ Landtages in St.Pölten war heute Schauplatz einer Kuratoriumssitzung des Österreichischen Schwarzen Kreuzes. Die Teilnahme des russischen Botschafters Vladimir Grinjin und der Militärattachés Rußlands, der Ukraine und Deutschlands unterstrich die völkerverbindende Funktion der Kriegsgräberfürsorge. Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn würdigte in sehr persönlichen Worten das Wirken der Kriegsgräberfürsorge - die letzte Ruhestätte seines 1944 gefallenen Vaters wurde seinerzeit durch das Schwarze Kreuz gefunden.

Das Österreichische Schwarze Kreuz ist heute sehr stark in den ehemals kommunistischen Staaten tätig, wo ein Umdenken in der Kriegsgräberfürsorge erreicht werden konnte. Eine wichtige Aufgabe ist beispielsweise die Betreuung des Mahnmales für alle Opfer der Kesselschlacht, das 1996 Stalingrad eingeweiht wurde. Es hat zu vielen menschlichen Begegnungen, zu Freundschaften zwischen ehemaligen Stalingradkämpfern beider Seiten geführt. Österreichische Überlebende und ihre Nachkommen besuchen regelmäßig den Schlachtort und leisten den Familien russischer Veteranen humanitäre Hilfe. In Nowosibirsk wird noch heuer ein Soldatenfriedhof für Gefallene des Ersten Weltkriegs eröffnet, in Riga werden die Massengräber hergerichtet, in denen die Opfer von Erschießungen, darunter viele Juden aus Wien, ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die Einweihungsfeier soll im nächsten Jahr erfolgen.

Im Rahmen der Kuratoriumssitzung wurden Persönlichkeiten für ihre Verdienste um das Schwarze Kreuz ausgezeichnet. Das Große Goldene Ehrenzeichen überreichte Präsident Landtagsabgeordneter a.D. Franz Rabl dem steirischen Landesgeschäftsführer Bundesrat Peter Rieser. Das Goldene Ehrenzeichen erhielten Hauptmann Herbert Gaugusch (Weitra), Gemeindesekretär Friedrich Kadernoschka (Ludweis), Garnisonskommandant Brigadier Franz Teszar (Horn) und zwei Beamte der NÖ Landesregerung, Hofrat Dr. Herbert Waldhauser (Presseabteilung) und Ing. Joachim Weninger (Abteilung Staatsbürgerschaft und Wahlen).

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