Bauer: Unterstützung für die Zahnambulatorien der Gebietskrankenkassen

Kooperation zwischen Ärzten und Ambulatorien könnte zu verbesserter Versorgung führen

St. Pölten, (SPI) - In einem offenen Brief ersucht die NÖ Gebietskrankenkasse (GKK) Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer um Unterstützung für ihr Vorhaben der Ausweitung des zahnambulatorischen Leistungsangebotes. "Die Zahnambulatorien der NÖ GKK sind eine gesundheitspolitisch wichtige Einrichtung und ihr Bedarf ist unbestritten. Zähne und Zahnersätze sind auch kein Luxusgut, sondern nicht nur im biologisch und medizinischen Sinn, vielmehr auch für das persönliche Wohlbefinden wichtig. Im aktuellen Disput zwischen Ärztekammer und GKK muß die Versorgung der Bevölkerung im Vordergrund stehen, und nicht primär wirtschaftliche Interessen", kommentiert Dr. Hannes Bauer den vorliegenden "Bedarfs-Prüfantrag" der NÖ Ärztekammer.****

Grundsätzlich müssen aber auch die Interessen der niedergelassenen Ärzte berücksichtigt werden. Es geht um eine flächendeckende Versorgung mit einer vernünftigen Abstimmung zwischen den Zahnärzten und den Ambulatorien. Die aktuelle Diskussion sollte dazu genützt werden, eine neue Tarifierung zu überlegen und Richtsätze für Kronen, Stiftzähne und Zahnersatz zu erlassenn. Der Patient soll als Kunde die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Angeboten und damit auch zwischen unterschiedlichen Preisen zu wählen.

"Die Zahnambulatorien leisten eine gute Arbeit und die
Bestrebungen von Bundesministerin Lore Hostasch , durch die 55. Novelle zum ASVG den festsitzenden Zahnersatz (Kronen, Stiftzähne, Brücken) auch durch kasseneigene Zahnambulatorien durchführen zu lassen, ist grundsätzlich richtig. "Die Zahnambulatorien in Niederösterreich - 15 an der Zahl - behandeln im Jahr rund 65.000 Patienten und stellen einen wichtigen sozialen und geographischen Ausgleich dar. Sie stellen eine flächendeckende Versorgung auch in zahnmedizinisch unterversorgten Gebieten sicher", stellt Landesrat Bauer klar. "Gleiche medizinische Leistung in einem fairen Wettbewerb würde den Patienten zugutekommen. Grundsätzlich sollte aber die flächendeckende Versorgung gemeinsam mit den Zahnärzten zu Tarifen, die man sich auch leisten kann, sichergestellt
werden", schloß Bauer.
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