LR Sobotka präsentiert Unsere Gärten - natürlich lebendig

NÖ startet Projekt für ökologische Gartenbewirtschaftung

St.Pölten (NLK) - Bei der heutigen Präsentation des Projektes "Unsere Gärten - natürlich lebendig" im Garten der Eltern von Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka in Waidhofen an der Ybbs,
das von der Koordinierungsstelle für Umweltschutz (KfU) beim Amt der NÖ Landesregierung, der Agrarbezirksbehörde und der "Umweltberatung" initiiert wurde, freute sich Landesrat Sobotka, daß er seinen ersten Auftritt als Umweltreferent in Waidhofen an der Ybbs zu einem Thema absolvieren konnte, das in naher Zukunft sowohl ein großes Arbeitsfeld darstellen als auch auf hohe Akzeptanz stoßen werde.

Als seine Vision bezeichnete Sobotka dabei den Wunsch, daß
eines Tages ein Umwelt-Landesrat nicht mehr nötig sei, weil Umweltschutz zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Die 200.000 Gärten mit einer Gesamtfläche von ca. 50 Millionen Quadratmeter, dazu noch weitere 40 Millionen Quadratmeter öffentliche und halböffentliche Grünflächen in Niederösterreich stellten ein Feld dar, wo das Wissen um landschaftsgebundene Ökologie noch nicht so ausgeprägt sei.

"Unsere Gärten - natürlich lebendig" habe sich zum Ziel gesetzt, speziell auf die Hobbygärtner zuzugehen, die durch Liebe und Engagement zu ihren Gärten von vornherein höhere Bereitschaft zeigten, sich zu ökologischer Gartenbewirtschaftung ermuntern zu lassen. Das habe aber auch positive Auswirkungen auf Parks, Freiflächen und das gesamte Naturbewußtsein. Aus Ökonomiebilanzgründen brauche man Zwischenstufen und Schnittstellen zwischen dem Rasen in den Gärten und dem Wald, der in Niederösterreich mancherorts stark zunehme, so der Landesrat weiter.

"Unsere Gärten - natürlich lebendig" will mit einer Reihe von Aktivitäten in dem auf fünf Jahre anberaumten Projekt ein Bewußtsein für eine ökologische Gartenbewirtschaftung schaffen. Bis zum Jahr 2003 soll der Einsatz von Torf und Pestiziden um ein Drittel, der von Mineraldünger sogar um die Hälfte reduziert werden. Zur Zeit werden pro Jahr 3 Millionen Kilogramm Mineraldünger, 140.000 Kilogramm Pestizide und 5 Millionen Kilogramm Torf und Torfsubstrate auf diesen Flächen ausgebracht, was bedeutet, daß in den Gärten wesentlich intensiver gedüngt wird als in der Landwirtschaft.

Das Projekt umfaßt Vorträge und Kurse über das Einmaleins des Biogartens, Fachtagungen und eine Merkblattreihe sowie ein landesweites Netzwerk von Gartentelefonen bei den sechs NÖ Umweltberatungsstellen und der KfU. Dort wird jeder Mittwoch zum Gartentag, an dem alle Interessenten kompetente Fachberatung erhalten.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Pilotprojekte im öffentlichen Grünbereich. In mehreren Gemeinden wird die Pflege und Gestaltung öffentlicher und halböffentlicher Grünbereiche modellhaft auf eine natürliche Basis gestellt. Zudem wird die Beispielwirkung dadurch unterstützt, daß sämtliche naturnah geführten Gärten und Grünbereiche mit einer Plakette ausgezeichnet werden.

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