Um 6.700 Beschäftigte mehr in NÖ

Jugendarbeitslosigkeit sinkt, Altersarbeitslosigkeit steigt

St.Pölten (NLK) - Der Arbeitsmarkt hat sich in
Niederösterreich auch im Mai überdurchschnittlich entwickelt. 514.981 unselbständig Beschäftigte Ende des Monats bedeuten gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 6.763 oder 1,3 Prozent. Österreichweit hat die Beschäftigtenzahl nur um 0,7 Prozent zugenommen. Außer Wien weisen alle Bundesländer eine Zunahme auf, am absolut größten ist sie in Niederösterreich.

Trotz der starken wirtschaftlichen Dynamik hat allerdings auch die Zahl der Arbeitslosen wieder zugenommen. Ende Mai waren beim Arbeitsmarktservice NÖ 32.159 Personen vorgemerkt, um 1.101 oder 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch hier ist die Entwicklung etwas besser als im österreichischen Durchschnitt, bundesweit erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Mai 1997 um 3,7 Prozent. Mit 5,9 Prozent liegt die niederösterreichische Arbeitslosenquote bereits deutlich unter der österreichischen von 6,7 Prozent.

Nach Altersgruppen zeigt sich eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt in Niederösterreich rapid, Ende Mai waren 3.975 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, um 575 oder 12,6 Prozent weniger als im Mai 1997. Auch
die Situation am Lehrstellenmarkt präsentiert sich einen Monat vor Schulschluß entspannt. Ende Mai gab es für die 459 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden 591 offene Lehrstellen im
Angebot. Mit diesen Entwicklungen besetzt Niederösterreich auf dem Sektor der Jugendbeschäftigung derzeit die Spitzenposition im Vergleich der Bundesländer.

Dagegen hat sich die Zahl der arbeitslosen über 50jährigen um 1.389 oder 16,9 Prozent auf 9.591 erhöht. Zwei sozialgesetzliche Regelungen aus dem Jahr 1996 setzen, so die AMS-Experten, jetzt
den Arbeitsmarkt unter Druck. Die Abschaffung der allgemeinen Sonderunterstützung für ältere Arbeitslose hat das Niveau der Altersarbeitslosigkeit empfindlich hinaufgeschraubt, die de facto-Verkürzung des Karenzurlaubes auf eineinhalb Jahre zwingt viele Mütter frühzeitig auf den Arbeitsmarkt zurück. Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Frauen mit Mobilitätseinschränkungen aufgrund von Betreuungspflichten ist gegenüber Mai 1997 um 327
oder 7,1 Prozent gestiegen und liegt derzeit bei 4.908.

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