Wiener Liberale: Kritik an der Unübersichtlichkeit der Familienzuschüsse

Bolena: "Mit Tricks kann man Fördersystem nicht reformieren!"

Wien (OTS) Prinzipiell erfreut reagierte heute Alexandra Bolena, Sozialsprecherin der Wiener Liberalen, darauf, daß es - wie von Vizebürgermeisterin Laska und Vizebürgermeister Görg heute angekündigt - ab 1. Juli 1998 mehr Geld für Kinder geben werde. "Das ändert allerdings nichts daran, daß das System der Familienförderung an sich reformbedürftig, weil völlig unübersichtlich ist", sagte Bolena.

Anstatt einer generell einkommensabhängigen Kinderförderung zur Verhinderung von Kinderarmut - wie das das liberale Transfermodell vorsieht - werde mit dem Wiener Familienzuschuß nur jenen Familien geholfen, die aus dem löchrig gewordenen ersten Sozialnetz, der Leistungen der Sozialversicherung, bereits herausgefallen sind, so die liberale Gemeinderätin. "Kinder und deren Eltern sind in dem System der Familienzuschüsse Bittsteller. Das liberale Modell gibt einkommensschwachen Familien hingegen einen Rechtsanspruch", sagte Bolena.

Daß nun Familien durch eine geänderte Berechnung des Nettoeinkommens leichter Anspruch auf Unterstützung erhielten, sei zwar positiv, mache aber deutlich, wie undurchsichtig das Fördersystem sei, so die liberale Sozialsprecherin. "Es ist traurig, daß mit Tricks wie einer Änderung der Berechnung der Höhe des Familiennettoeinkommens gearbeitet werden muß, um Kindern zu ihrem Anrecht auf ausreichende finanzielle Unterstützung zu verhelfen", meinte Bolena abschließend.

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